So soll das neue Gebäude mit dem Müller-Markt aussehen. Foto: Architekturbüro Schairer und Partner

In Sachen Drogeriemärkten haben die Balinger künftig die große Auswahl. Nachdem dm als Hauptmieter des neuen Württemberger Hofs neben dem Bahnhof feststeht und Rossmann bereits in der Innenstadt angesiedelt ist, steht nun auch fest, dass Müller in die City kommt. Und zwar in den Neubau, den die Volksbank Hohenzollern-Balingen an der Friedrich-/Schwanenstraße plant.

Balingen - Entsprechende Informationen unserer Zeitung hat die Volksbank am Mittwoch bestätigt. Dieser Ankermieter sei nach intensiver Suche gefunden worden, so die Bankvorstände Arndt Ständer und Joachim Calmbach. Dass es Müller werden würde, war in Balingen wiederholt gemunkelt worden.

Die Drogeriemarktkette mit Hauptsitz in Ulm wird sich nach Angaben der Volksbank auf einer Fläche von 2174 Quadratmetern in dem neuen Gebäude einmieten. Zudem sind in dem Wohn- und Geschäftshaus, das vom Balinger Architekturbüro Schairer und Partner geplant und gebaut wird, drei weitere Gewerbeeinheiten mit insgesamt 695 Quadratmetern sowie sieben Wohnungen mit einer Gesamtfläche von 550 Quadratmetern vorgesehen. Diese sollen vermietet werden. Die Ansiedlung von Müller werten die Vorstände Ständer und Calmbach als "Mehrwert für Balingen", für das neue Gebäude sei der Drogeriemarkt sicherlich ein Frequenzbringer.

Vorarbeiten notwendig

Doch bevor der Neubau realisiert werden könne, seien noch einige Vorarbeiten zu leisten. Zunächst werden, wohl von August bis Oktober, die drei Gebäude Schwanenstraße 5, 7 und 9 sowie die zwei Gebäude Friedrichstraße 74 und 76 abgerissen. Bis Ende Oktober 2021 soll dann die historische Stadtmauer durch die Stadt Balingen saniert werden. Das neue Gebäude liegt direkt neben diesem historisch sensiblen Bereich.

Ab November 2021 werden dann die Garagen und überdachten Stellplätze im rückwärtigen Bereich abgerissen. Direkt im Anschluss daran soll mit den archäologischen Stadtkerngrabungen begonnen werden, die voraussichtlich bis Februar 2022 andauern. Den Abschluss finden die Abbrucharbeiten mit den Verbaumaßnahmen im Kellerbereich Friedrichstraße/Ecke Schwanenstraße. Der Baubeginn des neuen Gebäudes ist nach Angaben der Volksbank für April/Mai 2022 vorgesehen.

Netto-Märkte sollen 2023 fertig sein

Parallel dazu treibt die Volksbank Hohenzollern-Balingen derzeit die Planungen für den Neubau der beiden Netto-Märkte in Weilstetten im Zentrum Grauenstein sowie in Balingen auf dem Steinle-Areal an der Wilhelm-Kraut-Straße voran. In Balingen werden neben dem Markt vier weitere Gewerbeeinheiten sowie 14 Wohnungen geschaffen. In Weilstetten sind neben dem Markt sechs Wohnungen geplant. Verlaufen die Planung sowie die Bebauung reibungslos, ist nach Angaben der Bank mit einer nahezu gleichzeitigen Fertigstellung der beiden Gebäude voraussichtlich im März 2023 zu rechnen.

Generell sieht die Volksbank Hohenzollern-Balingen in den drei Vorhaben einen Zugewinn für die Nahversorgung sowie für den Wohnungsmarkt in Balingen und Weilstetten. Die Projekte seien aber auch nicht ganz uneigennützig: "So bieten die zu erwartenden Mieteinnahmen eine Möglichkeit, die geringeren Zinserträge aufgrund der Niedrigzinsphase zu kompensieren und nachhaltige Einnahmequellen für die Zukunft im zinsunabhängigen Geschäft zu erschließen", sagen die beiden Vorstände Arndt Ständer und Joachim Calmbach.

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