Zwei mutmaßliche Drogenhändler müssen sich am Freitag vor Gericht verantworten. Die Männer sollen auch in den Kreisen Freudenstadt und Calw aktiv gewesen sein.
Offenbar waren der Kreis Freudenstadt und der Kreis Calw ein Umschlagplatz von Dutzenden Kilogramm Drogen. So müssen sich am Freitag zwei Brüder im Alter von 42 und 34 Jahren vor dem Landgericht Rottweil verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, im Jahr 2020 mehrere Lieferungen Marihuana entgegengenommen zu haben mit der Absicht, diese gewinnbringend weiterzuverkaufen, wie es in einer Pressemitteilung des Landgerichts heißt.
Die Mengen, um die es dabei geht, lassen aufhorchen: Denn diese sollen sich „zwischen vier und über 150 Kilogramm bewegt haben“, schreibt das Landgericht auf Anfrage unserer Redaktion. Demnach hätten insgesamt sechs Übergaben an den 42-Jährigen und einen gesondert verfolgten Mittäter stattgefunden. In zwei Fällen sei auch der 34-Jährige beteiligt gewesen.
Als Tatorte nennt das Gericht neben Ludwigshafen und Stuttgart eben auch die Landkreise Freudenstadt und Calw. In drei Fällen habe die Übergabe im Landkreis Freudenstadt stattgefunden – in einem Fall im Landkreis Calw.
Viele Fragen noch offen
Vor dem Verfahren hält sich das Landgericht mit Informationen zurück. Damit bleibt derzeit noch unklar, an welchen Orten genau die Übergaben stattgefunden haben und welche Mengen jeweils in Empfang genommen wurden.
Auch wie die Polizei den Angeklagten auf die Spur kam, ist noch unbekannt. Offenbar ist es den Ermittler aber nicht gelungen, das gesamte Netz der mutmaßlichen Drogenhändler hochzunehmen. „Die Verkäufer, Lieferanten und Abnehmer konnten (...) bislang nicht ermittelt werden“, erklärt eine Sprecherin des Landgerichts.
Zwei Angeklagte in Untersuchungshaft
Neben dem mutmaßlichen Mittäter, der sich in einem separaten Verfahren verantworten muss, wird am Freitag aber auch ein 52-Jähriger vor Gericht stehen. Ihm wird vorgeworfen, in drei Fällen die angeklagten Brüder unterstützt zu haben.
Die beiden Brüder befinden sich laut Mitteilung des Landgerichts in Untersuchungshaft. Der mitangeklagte 52-Jährige befindet sich derzeit auf freiem Fuß, sein Haftbefehl sei außer Vollzug gesetzt worden, heißt es in der Pressemitteilung.