Sowohl Liquid Ecstasy als auch BDO haben ein erhebliches Suchtpotenzial. Foto: imago images/alexkich

BDO wird häufig als Ersatz-Droge für Liquid Ecstasy verwendet. Insbesondere, nachdem dieses in Deutschland verboten wurde. Doch was ist BDO eigentlich und wie wirkt es?

Stuttgart - Spricht man von BDO, ist von der organisch-chemischen Substanz 1,4-Butandiol die Rede. Die Verbindung ist ein wichtiges Zwischenprodukt der chemischen Industrie und dient beispielsweise als Ausgangsstoff für Polyester.

Doch BDO wird von Jugendlichen und Erwachsenen ebenfalls als Droge konsumiert. Nimmt man BDO zu sich, verstoffwechselt es sich im Körper unmittelbar zu 4-Hydroxybutansäure, kurz GHB. Diese Säure ist unter dem Szenennamen Liquid Ecstasy eine gängige Partydroge. Die farblose Flüssigkeit wird häufig mit Getränken vermischt oder verdünnt. Auch als Pulver, Kapsel oder Tablette wird Liquid Ecstasy gehandelt. Mit der synthetischen Droge Ecstasy hat Liquid Ecstasy nichts zu tun.

Bis 2002 war GHB legal erhältlich

Bis 2002 war GHB in Deutschland frei für jedermann erhältlich. Nach dem Verbot rückte unter anderem BDO als Ersatz-Droge in den Fokus der Konsumenten. Denn dieses entfaltet nach Einnahme annähernd dieselbe Wirkung wie Liquid Ecstasy. Geringe Mengen führen zu Euphorie und Enthemmung, höhere Mengen haben eine narkotisierende Wirkung.

Grundsätzlich muss BDO allerdings deutlich niedriger dosiert werden als GHB. Bei Überdosierungen können Einnehmende bewusstlos werden, epileptische Anfälle oder Krämpfe bekommen. Des Weiteren kann es zu Atempausen führen. Die Droge hat ein erhebliches Suchtpotenzial.