Im Sommer 2024 retteten Mitglieder der DLRG das Leben gleich zweier Menschen, die in den Stauseen in Schömberg und Oberdigisheim zu ertrinken drohten. Sie wurden nun geehrt.
Es waren gleich drei Anlässe, zu denen der Bezirks- und Landesverband der DLRG am Samstagnachmittag an den Schömberger Stausee geladen hatten: Zum einen wurden jene Lebensretter zweier Badeunfälle im vorigen Jahr an den Stauseen von Schömberg und Oberdigisheim ausgezeichnet, zum andern wurde das neue Inflatable Rescue Boat (IRB) gesegnet. Außerdem wurde die offizielle Inbetriebnahme der Wasserrettungsgruppe Zollernalb (WRG) zelebriert.
Es war am 10. August 2024, als eine Frau beim Baden im Schömberger Stausee unter Wasser geraten ist. An der erfolgreichen Rettungsaktion waren von der Schömberger DLRG-Ortsgruppe Laura Berger, Markus Deigendesch, Emil Deigendesch, Michaela Götz, Paula Weissenegger beteiligt. Sie wurden vom Bezirksvorsitzenden der DLRG Zollernalb Frank Weber mit Urkunde und Medaille geehrt. „Die anderen Badegäste haben sich sehr rücksichtsvoll verhalten und sind nicht in die Quere gekommen“, blickte Laura Berger zurück.
Nicht so glimpflich ging ein Tag später ein Badeunfall einer 85-jährigen Frau am Oberdigisheimer Stausee aus. Nach einer zwischenzeitlichen erfolgreichen Reanimation verstarb die Frau kurze Zeit später. „Die Person wurde lebendig dem Rettungsdienst übergeben und von daher lag nach der Definition eine erfolgreiche Lebensrettung vor“, erläuterte Weber, der deshalb die beteiligten DLRG-Mitglieder Finn Bilger, Michel Seehausen und in Abwesenheit Nina Zirkel auszeichnete.
Vom Tübinger Regierungspräsidenten Klaus Tappeser und dem Präsidenten des DLRG-Landesverbands Württemberg Armin Flohr wurde der Reutlinger Tillmann Steibli für seinen Einsatz beim Unwetter im bayerischen Pfaffenhofen an der Ilm im Juli 2024 ausgezeichnet. „Die DLRG gibt überall ein super Bild ab und ist ganz wichtig beim Bevölkerungsschutz. Es ist einfach beruhigend zu wissen, dass man sich jederzeit auf sie verlassen kann“, meinte Tappeser.
Rettungsboot heißt „Manne“
Dann wurde das neue Rettungsboot in Betrieb genommen. Das neue 30 PS starke IRB wurde auf den Namen „Manne“ getauft, in Anlehnung an den langjährigen DLRG-Ausbilder Manfred Henssler.
Die WRG Zollernalb hat bereits die ersten Einsätze hinter sich, aber mit dieser offiziellen Vorstellung möchten wir zeigen, was wir haben, was wir können und wie wir aufgestellt sind“, erklärte Weber. „Bis 2022 hatten wir in dem Bereich der Wasserrettung im Zollernalbkreis nichts. Mit großer Unterstützung des Landratsamtes und der Reutlinger Kollegen haben wir die WRG Zollernalb auf die Beine gestellt“, so Weber weiter. „Die WRG Zollernalb ist sehr gut aufgestellt und dieses ist auch wichtig, denn wir brauchen einen starken Bevölkerungsschutz.“
30 ausgebildete Einsatzkräfte
Aufgeteilt ist die WRG Zollernalb in drei Bereiche: Das Gebiet rund um Hechingen wird von Tanja Böhmler geleitet, rund um Balingen von Markus Maucher und der Meßstetter Bereich von Detlef Wysotzki. Die Wasserrettungsgruppe verfügt über etwa 30 ausgebildete Einsatzkräfte, zu denen unter anderem Rettungskräfte, Wasser- und Strömungsretter und Rettungskräfte gehören.