Der Ortsverein (OV) Waldachtal des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) blickte auf das vergangenen Vereinsjahr zurück.
In Vertretung für den Vorsitzenden Heinz Hornberger, leitete dessen Stellvertreterin Annick Grassi die Hauptversammlung.
Bereitschaftsleiter Thomas Schwarz informierte in seinem Bericht, dass die Ehrenamtlichen im vergangenen Jahr 4321 Dienststunden leisteten, wobei die Rettungshelfer und Sanitäter noch nicht mitgerechnet wurden. Insgesamt setzte sich der DRK-Ortsverein in 2023 aus 27 Aktiven zusammen. Diese gliedern sich auf in einen Bereitschaftsarzt, fünf Notfallsanitäter, zehn Rettungssanitäter, zwei Rettungshelfer und neun Sanitätshelfer.
Das Jugendrotkreuz ist auf 20 Jugendliche angewachsen Wie Jugendleiterin Julia Wilhelm mitteilte, wuchs das Jugend-Rot-Kreuz auf 20 Personen an, die von einem vierköpfigen Team in 120 Dienststunden betreut wurden. Insgesamt absolvierten die JRK-Mitglieder 417 Dienststunden in 13 Gruppenabenden und weiteren Events.
„Kein Cent für Aus- und Weiterbildungen“ vom DRK-Kreisverband
Bereitschaftsleiter kritisiert den DRK-Kreisverband Stolz gab sich Schwarz darüber, dass Lea Armbrust die Ausbildung zur Notfallsanitäterin erfolgreich beendet habe. Hierbei ließ der Bereitschaftsleiter zudem durchblicken, dass die ungefähren Kosten von 1000 Euro hierfür vom OV getragen wurden. „Vom Kreisverband gab es keinen Cent für Aus- und Weiterbildungen“, monierte Schwarz. Zudem kritisierte er die Aussagen des Kreisverbandspräsidenten Roland Lepold gegenüber einer lokalen Zeitung. „Dass sich der Kreisverband damit rühmt, dass die Fördermitglieder die Weiterbildungen finanzieren, darüber kann ich nur lachen“, richtete Schwarz an Lepold.
DRK-Ortsverein setzt auf Weiterbildung Dies hielt den OV nicht davon ab, seine Mitglieder weiterzubilden. So dürfen sich Melanie Faßnacht, Nico Schneider und Kim Burkhardt seit 2023 Rettungssanitäter nennen, während Faßnacht zusätzlich noch die PSNV-PEER-Ausbildung absolvierte. Auch bei der Rettungshundestaffel (RHS) legte Dana Beilharz erfolgreich die Prüfung „Flächensuche“ ab. Konstant werde zudem das Wissen und Können in regelmäßigen Dienstabenden und Übungen erweitert.
Insgesamt 15 Helfer vor Ort im Einsatz In 2023 konnte der OV-Waldachtal auf insgesamt 15 „Helfer vor Ort“ (HvO) zurückgreifen, die 159 Einsätze zu verzeichnen hatten. Die RHS wurde acht Mal eingesetzt, während der Einsatzleitwagen elf Mal ausrückte und die Psychosoziale-Notfall-Versorgung (PSNV) auf vier Einsätze kam.
Blutspende am kommenden Freitag Neben etlichen Sanitätsdiensten führte der OV in 2023 zwei Typisierungs-Aktionen mit der DKMS durch. Die letzte Blutspende lockte nur 106 Personen an; am kommenden Freitag von 14.30 bis 19.30 Uhr lädt der OV zur Blutspende in den Gemeindesaal Tumlingen ein.
Vom Krankenwagen musste man sich trennen Der OV unterstützte im vergangenen Jahr über die Ortsgrenzen der Gemeinde hinaus. So auch beim Großbrand am 29. September im Industriegebiet Horb, wo der KTW-B als SEG-Transport fungierte. Von besagtem Krankenwagen habe sich der OV leider trennen müssen, da es für das Fahrzeug keine Unterstellmöglichkeit mehr gab. Cresbachs Ortsvorsteher Gebhard Weißgerber habe zwar eine Möglichkeit anbieten können, die vom Regierungspräsidium Karlsruhe angeblich abgelehnt wurde. Hierbei soll es sich um eine Art Zeltgarage gehandelt haben, welche in der Nähe der ehemaligen Feuerwehrgarage in Oberwaldach hätte installiert werden können. „Das Regierungspräsidium wollte es nicht, also haben wir uns vom Krankenwagen getrennt. Ich bin da mittlerweile recht emotionslos“, gab Schwarz zu verstehen und verdeutlichte: „Ich kann es jedenfalls gut schlafen. Ob es die Bevölkerung von Waldachtal nun auch kann, das weiß ich nicht.“
Diskussion um Sachspenden
Nur aufgrund der Zusammenarbeit mit dem Autohaus Wackenhut konnte sich der OV in 2023 ein neues Dienstfahrzeug anschaffen. Auch hier soll es scheinbar beim Thema „Sachspenden“ zu Missverständnissen mit dem Kreisverband gekommen sein. „Laut dem Kreisverband sind keine Sachspenden möglich. Nach einem Treffen mit dem Innenminister habe ich erfahren, dass so etwas kein Problem sei“, berichtete Schwarz.
Die Menschen stehen im Mittelpunkt Kreisverbandspräsident Lepold äußerte sich in seiner Ansprache zur Kritik, die ihm entgegengebracht wurde. Das DRK sehe sich zunehmend mit dem Rückgang von Fördermitgliedern und steigenden Kosten konfrontiert. „Wir müssen gemeinsam darum kämpfen, wie wir uns zukünftig aufstellen“, appellierte Lepold. Im Mittelpunkt stehe dabei nicht der Kreisverband, sondern die Menschen.
Ehrungen beim DRK
Kreisbereitschaftsleiterin Gisela Lobmiller
ehrte im Rahmen der Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsvereins Waldachtal verdiente Mitglieder.
Die Ehrungen
Für fünfjähriges aktives Wirken beim DRK wurde Chris Reinecke ausgezeichnet, während Domenik Hensel, Markus Beilharz, Nico Schneider und Michael Krüger für zehn Jahre aktiven Dienst geehrt wurden.
Getoppt
wurde dies von Wolfgang Klink der sich bereits seit 45 Jahren beim Ortsverein engagiert.
Gisela Lobmiller würdigte
die Verdienste der Ehrenamtlichen und sprach dabei auch ihren besonderen Dank an die Angehörigen der aller Aktiven aus.