Beim Jubiläumsabend des DRK St. Georgen standen bewegende Rückblicke, viel Anerkennung und zahlreiche Ehrungen im Mittelpunkt.
Viel Lob gab es für den DRK-Ortsverein beim Festakt zu dessen 125-jährigem Bestehen. Begrüßt wurden die Gäste von Bereitschaftsführer Michael Müller, dem Vorsitzenden Boris Burcza und seinem Stellvertreter Willi Hils.
Das Jubiläum sei Zeugnis von Beständigkeit, Engagement und gelebter Menschlichkeit – Werten, die mehr zu leben der Gesellschaft heute gut täten, so Bürgermeister Michael Rieger. Menschlichkeit bilde bis heute das Fundament des DRK, der Ortsverein sei eine feste Größe in der Stadt - schnell, kompetent und mit hohem Maß an Verantwortungsbewusstsein, mit Verlässlichkeit und klarer Orientierung an humanitären Grundsätzen. Er sei tragende Säule der Blutspendedienste. Einsätze bei Veranstaltungen machten diese erst möglich. Nachwuchsarbeit vermittle Werte wie Verantwortung, Mitgefühl und Gemeinschaftssinn.
Zeichen der Wertschätzung
Zum Jubiläum überreichte Rieger in Abstimmung mit dem Gemeinderat einen Scheck über 10.000 Euro zur Finanzierung von Fahrzeugausstattung.
Der Kreisverbandsvorsitzende Jürgen Roth erinnerte bei dem Festakt, der von Luka und Jörg Westhoff sowie Karina Acsentier von der Jugendmusikschule musikalisch umrahmt wurde, an die Anfänge als Sanitätskolonne, die erste Blutspendeaktion 1962 oder die Gründung des Jugendrotkreuz 1964. Der Kreis könne immer auf die Gruppe zählen, Mitglieder bildeten ein starkes Team. Barbara Kollmeier vom Landratsamt sprach von einer unverzichtbaren Institution der Hilfe und Solidarität. Erste Hilfe-Kurse leisteten unverzichtbare Beiträge zum Gesundheitswesen.
Der DRK-Landesverbands-Vizepräsident Peter Löchle lobte das „Helfer vor Ort“-Team. Hausnotruf gebe Hilfsbedürftigen Sicherheit. Dank Jugendrotkreuz (JRK) sei er zuversichtlich, dass es mit dem Verein weitergehe.
Er verlieh der Gruppe die Dunant-Medaille, eine Auszeichnung des internationalen Roten Kreuzes.
Zusammengehörigkeit zählt
In einer Podiumsdiskussion sprach Michael Müller mit dem ersten Notarzt Johannes Probst, JRK-Leiterin Nina Brückmann und dem Gruppenführer der Bereitschaft Ingo Reincke. Probst sprach über eine sehr erfüllende Arbeit als Notarzt. Er bedauerte, dass heute alles mehr reglementiert und unpersönlicher sei. Allerdings sei im Roten Kreuz das Zusammengehörigkeitsgefühl noch ausgeprägt, in der Gesellschaft wögen Egoismus und Selbstbezogenheit oft mehr als die Allgemeinheit.
Reincke betonte die Wichtigkeit von Vertrauen, guter Organisation und respektvollem Umgang miteinander. Menschen blieben, wenn sie das Gefühl hätten, gebraucht zu werden. Wichtig sei zu zeigen, dass Ehrenamt nicht belastend sei.
Für Jugendliche sei es wichtig, mitbestimmen zu können, so Brückmann. Auch müsse man darauf eingehen was Menschen bräuchten. Einig waren sich die drei, dass die Generationen voneinander lernen können, Ältere Erfahrung brächten, Junge neue Ideen.
Etliche neue Ehrenmitglieder
Geehrt wurden Bernd Obergfell für 60-jährige Tätigkeit in der Ortsgruppe, Herbert Kammerer und Christiane Obergfell für 55, Gabrielle Tartaglia für 50, Michael Müller für 45, Vedat Simsek für 35, Ingo Reincke für 30, Alexander Harter für 20 sowie Dorota Höltl und Florian Kratt für fünf Jahre. Zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden Bernd und Christiane Obergfell, Gabrielle Tartaglia, Ali Simsek, Ursula Lippold, Gottfried Ettwein, Herbert Kammerer und Johannes Probst.