Bereitschaftsleiter Heiner Sillmann und Vorsitzender Richard Renz (rechts) wünschen sich mehr aktive Mitglieder für den DRK-Ortsverband Schönau. Foto: Christoph Schennen

Der Ortsverein Schönau des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) wünscht sich mehr aktive Mitglieder, um ihre Dienste wie bisher anbieten zu können.

Der DRK Ortsvereinsvorsitzende, Richard Renz, hat bei der Mitgliederversammlung dazu aufgerufen, aktive Mitglieder für das DRK zu werben, sonst könne man das Leistungsspektrum nicht mehr aufrecht erhalten. Zu Beginn der Sitzung verkündete er eine schlechte Nachricht. Der Bus, mit dem der Ortsverein unterwegs ist, hat einen Schaden am Einspritzsystem. Das DRK müsse damit rechnen, dass die Reparatur „mehrere tausend Euro“ koste. Notwendig sei auch die energetische Sanierung der DRK-Wache (neben dem Rathaus). „Aber die Kassenlage lässt eine Sanierung derzeit nicht zu“, bedauert Renz.

 

Bereitschaftsleiter Heiner Sillmann warf einen Blick zurück auf das Jahr 2024. 959 Stunden war der Ortsverband im Einsatz, davon entfielen 321 Stunden auf Sanitätsdienste und 249 Stunden auf Blutspende-Aktionen. Sillmann sagte: „Verletzungen und Blessuren konnten mit Pflastern, kleinen Kompressen und Kühlakkus versorgt werden, für zwei Patienten musste dann doch noch der Rettungsdienst nachgefordert werden. Beim Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr mussten glücklicherweise nur kleinere Verletzungen versorgt werden.“ Sehr dankbar war die Feuerwehr, dass sie bei ihrem Einsatz in Fröhnd-Hof vom DRK mit Brötchen und Getränken versorgt wurde.

Fröhnds Bürgermeister Michael Engesser dankte für diesen und den Einsatz am Hirtenbrunnen. Er lud das DRK ein, in der Fröhnder Halle mal einen Erste Hilfe-Kurs zu machen. Der Verein solle mit „Events seine Bekanntheit fördern“.

Uwe Horschig, stellvertretender DRK-Kreisvorsitzender, lobte die fast 1000 Einsatzstunden. „Bei einer kleinen Truppe ist das extrem viel.“ Er hob die Bedeutung der Senioren- und der Jugendarbeit hervor. Der Ortsverband solle sich bei einem großen Fest mal präsentieren, dann könnten die Bürger der Stadt auch mal einen Rettungswagen von innen sehen. Auch andere DRK-Ortsvereine könnten zu einer gelungenen Präsentation beteiligen, wie man das jüngst beim DRK-Jubiläum in Zell gesehen habe. Aus dem Pool der Jugendabteilung ließen sich aktive Mitglieder rekrutieren.

Dominik Kaiser. Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Todtnau, schlug eine Zusammenarbeit der Jugend beider Ortsvereine vor. Matthias Uihlein, stellvertretender Bereitschaftsleiter des DRK Zell, sagte, dass in ihren Ortsverein keiner mehr die Jugend betreuen wollte, nun laufe die Jugendgruppe aber wieder an. Ursprünglich war geplant, beim OV Schönau Vorstandsämter neu zu besetzen. Weil sich aber niemand gemeldet hat, der ein Amt übernehmen will, hat man entschieden, auf die Wahlen zu verzichten.