Der Kreisausschuss des DRK-Kreisverband Rottweil hat beschlossen, dass die Altkleider-Container in vollem Umfang beibehalten werden.
Während einige Verbände ihre Strategie ändern, setzt das Rote Kreuz im Landkreis Rottweil ein deutliches Zeichen für Beständigkeit und Nachhaltigkeit: Der Kreisausschuss des DRK-Kreisverband Rottweil hat einstimmig beschlossen, das System der Altkleider-Container in vollem Umfang beizubehalten.
Trotz eines schwierigen Marktumfelds, in dem derzeit kaum Erlöse mit Altkleidern zu erzielen sind, bleibt die gewohnte Infrastruktur für die Bürgerinnen und Bürger bestehen. Mit rund 140 Containern im gesamten Kreisgebiet stellt das DRK sicher, dass Textilien weiterhin ortsnah und unkompliziert entsorgt werden können. Aktuell werden pro Jahr durch das DRK über 300 Tonnen der Wiederverwertung zugeführt.
Hinzu kommt der Verkauf von hochwertiger Second-Hand-Ware in dem „Kleiderlädle“ Rottweil als auch der „Fundgrube“ in Schramberg, welche ebenso vom DRK betrieben werden, teilt das DRK in einer Mitteilung mit.
Nachhaltigkeit im Fokus
„Der Erhalt der Sammlung ist für uns eine bewusste Entscheidung für die Umwelt und den Service vor Ort“, so Ralf Bösel, Geschäftsführer des Kreisverbandes. Im Vordergrund stehen dabei die professionelle Verwertung und der Aspekt der Kreislaufwirtschaft. Seit vielen Jahren arbeitet das DRK hierfür mit dem Fachbetrieb FWS (Textil-Recycling) zusammen. Gemeinsames Ziel ist es, Textilien fachgerecht aufzubereiten und so wertvolle Ressourcen zu schonen.
Qualität sichert das Angebot
Damit das Sammelsystem langfristig wirtschaftlich tragbar bleibt, ist das DRK auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Nur gute, tragfähige Kleidung kann sinnvoll wiederverwertet werden.
Um die Sauberkeit an den Standorten zu gewährleisten, bittet der Kreisverband zudem um Beachtung folgender Punkte:
Keine Säcke vor die Container: Altkleidersäcke, die vor den Containern abgestellt werden, werden oft aufgerissen oder durch Witterung unbrauchbar.
Sauberkeit wahren: Die Stellplätze sind keine Müllabladestellen. Illegale Müllentsorgung gefährdet den Fortbestand der Standorte.
Überfüllung melden: Die Container werden wöchentlich geleert. Sollte ein Container dennoch einmal voll sein, bittet das DRK darum, die Kleidung nicht davor abzulegen, sondern einen anderen Standort aufzusuchen oder die Abholung zu einem späteren Zeitpunkt zu nutzen.
In den Containern soll nur gut erhaltene Kleidung entsorgt werden. Stark verschmutzte oder unbrauchbare Textilien sind kein Fall für die Altkleidersammlung, sondern über den regulären Hausmüll zu entsorgen.
Mit diesem Appell an die Mitbürger hofft das DRK, die bewährte Altkleidersammlung als wichtigen Baustein der regionalen Abfallvermeidung und sozialen Arbeit dauerhaft sichern zu können.