Ehrungen für langjährige aktive Mitglieder standen beim DRK-Ortsverein Nagold/Wildberg auf der Tagesordnung. Foto: Uwe Priestersbach

Bei der Hauptversammlung des DRK-Ortsvereins Nagold/Wildberg zeigte sich, dass dieser auf vielen Feldern aktiv – sei es in der Sozialarbeit oder bei den Sanitätsdiensten.

„Wir sind fit für die Aufgaben der Zukunft“, lautete das Fazit des DRK-Vorsitzenden Gerhard Pfäffle bei der Hauptversammlung. Damit das so bleibt, wurde mit der Erweiterung der Fahrzeughalle auf dem Wolfsberg ein großes Projekt angestoßen – doch auch die Schaffung eines Kameradschaftsraumes steht nach wie vor auf der Agenda.

 

Gute Mischung bei der Altersstruktur

In seinen Ausführungen beleuchtete Gerhard Pfäffle zunächst die drei tragenden Säulen des DRK-Ortsvereins Nagold/Wildberg: die Bereitschaft, die Sozialarbeit und das Jugendrotkreuz. Mit Blick auf die derzeit 48 aktiven Mitglieder der DRK-Bereitschaft freute sich der Vorsitzende über die gesunde Altersstruktur und sprach von einer „sehr guten Mischung“. Rund 40 Prozent der aktiven Mitglieder sind zudem Frauen – in der Sozialarbeit liegt der Frauenanteil sogar bei 100 Prozent. Dank des kompetenten und hoch engagierten Teams in den zwölf Gymnastik- und Yogagruppen können diese Angebote schon seit vielen Jahren zuverlässig durchgeführt werden – „was von den Teilnehmern sehr geschätzt wird“, so Pfäffle.

Sehr erfreulich ist in seinem Augen zudem die Entwicklung im Nachwuchsbereich, denn derzeit besuchen rund 20 Kinder und Jugendlichen die Gruppenstunden des Jugendrotkreuzes.

Hochdorfs Ortsvorsteherin Bianca Katz (rechts) überreichte Nikola Lutz die Defibrillator-Spende für die DRK-Helfer vor Ort. Foto: Uwe Priestersbach

Immer Handlungsbedarf gibt es rund um das DRK-Gebäude auf dem Wolfsberg: So wurde im vergangenen Jahr eine Notstromversorgung eingerichtet, um für einen möglichen Blackout gerüstet zu sein. Intensiv hatte man sich außerdem mit der geplanten Erweiterung der Fahrzeughalle beschäftigt, die mit Blick auf das neue Sanitätsmobil und einen Mannschaftstransporter nicht mehr genügend Platz für alle Einsatzfahrzeuge bietet. Favorisiert werde dabei die Idee, die bestehenden vier Garagen zu spiegeln. Gedanken macht man sich zudem über die Ausstattung der Dachfläche mit einer Photovoltaikanlage.

Ausschließlich Frauen in der Sozialarbeit

„Wir sind zu 100 Prozent weiblich in der Sozialarbeit – und das könnte man auch mal ändern“, machte Heidrun Reich anschließend deutlich. In den Tanz- und Yogagruppen liege der Altersdurchschnitt der Teilnehmer bei „80 plus“ – und intensiv genutzt wurde im vergangenen Jahr ein Kurs zum sicheren Fahrradfahren. Als weitere Standbein der Sozialarbeit bezeichnete die Leiterin die aktivierenden Hausbesuche.

Bereitschaftsleiter Kai Reetz führte auf, dass im vergangenen Jahr bei 880 Terminen, Diensten oder Einsätzen die Rekordzahl von 11 965 ehrenamtlichen Dienststunden geleistet wurde – darunter 4100 Stunden für die Aus- und Weiterbildung. 2740 Einsatzstunden entfielen auf die 110 Sanitätsdienste, bei denen 207 Patienten versorgt wurden. 284 Notfalleinsätze leisteten die Helfer vor Ort.

Lob vom DRK-Kreisverband: „Super Job!“

Schatzmeister Andreas Dingler konnte von einem positiven Jahresergebnis berichten – und wie Thomas Seeger als Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes am Rande der einstimmig erteilten Entlastung unterstrich, „wird hier von allen ein super Job gemacht“. So sei das DRK für den Bevölkerungsschutz da, wobei die oft lebensrettenden Helfer vor Ort „das wichtigste Angebot sind“.

Den Dank für die breitaufgestellte ehrenamtliche Arbeit überbrachte Achim Gräschus im Grußwort der Stadt Nagold. Erfreulich fand es der Ordnungsamtsleiter, dass die Seniorenarbeit im DRK „so intensiv bespielt wird“.

Wahlen und Ehrungen aktiver Mitglieder

Gerhard Pfäffle, Andreas Riffel, Knut Nestrowitz, Kai Reetz, Heidrun Reich, Xenia Werner, Andreas Dingler, Melanie Weißer, Melanie Cysarek und Tom Räse wurden als Delegierte gewählt sowie Tobias Kalmbach als Beisitzer. Als Kassenprüfer wurden Rosemarie Wolleydt und Yvonne Hofmeister bestätigt.

Bei den Ehrungen für langjährige aktive DRK-Mitglieder wurde Ivan Hrvacanin für 25 aktive Dienstjahre in der Bereitschaft ausgezeichnet. Gleichfalls geehrt wurden Lena Klingel, Alexandra Sega, Jürgen Sega und Carolin Hindennach (15 Jahre) sowie Karin Kölpin, Tim Selke, Alexander Watson und Evelyn Braun (zehn Jahre).

Zuwachs bei der Bereitschaft

Erfreulich war für Gerhard Pfäffle außerdem die offizielle Aufnahme von sieben neuen Mitgliedern in der Bereitschaft, wobei er Fabienne Rosin, Petra Keppler, Elke Weißer, Lisa Kalmbach, Sascha Weber, Carmen Luz sowie Massimo Pucci in den Reihen des DRK-Ortsvereins begrüßen konnte.

Der Vorsitzende teilte mit, dass in den Stadtteilen Hochdorf und Vollmaringen weitere Helfer vor Ort ausgebildet wurden. „Das wollten wir auf jeden Fall unterstützen“, betonte die Hochdorfer Ortvorsteherin Bianca Katz. Und so hatten Ortschaftsrat und der Hallenförderverein „Pro Dax – wir für Hochdorf“ einen Defibrillator für 2400 Euro finanziert – der jetzt offiziell übergeben wurde.