Der DRK-Ortsverein Hornberg-Gutach ruft zweimal im Jahr zur Blutspende auf. Die 80 Anmeldungen von Mittwoch in Hornberg blieben hinter den Erwartungen zurück.
„Die Stammspender kommen zuverlässig, aber es wäre schön, wenn dieser Kreis erweitert würde,“ wünschte sich Daniel Lehmann vom Ortsverein mehr Erstspender im Gespräch mit unserer Redaktion. Meistens kommen noch um die zwanzig Spendenwillige, die sich zuvor nicht angemeldet haben. Manche davon kommen erst am Spätnachmittag oder am frühen Abend – die Blutspendeaktion lief bis um 19.30 Uhr.
Insgesamt habe sich laut Lehmann in letzter Zeit die Bereitschaft zum Blutspenden im Gutachtal im Vergleich zu den anderen Städten und Gemeinden im Kreisverband Wolfach eher schwach entwickelt. „Wir gingen eigentlich immer mit etwa 130 Anmeldungen in die Aktion“, berichtet Lehmann. Unter dem Aspekt, dass der Ortsverein im Tal sehr präsent ist, sei diese Entwicklung an und für sich verwunderlich.
Am Mittwoch waren am Blutspendetermin wieder mehrere Entnahmeteams, Ärzte sowie aktive Helfer des Ortsvereins beteiligt. Nach der Anmeldung und dem Ausfüllen des medizinischen Fragebogens ging es für die Spender zum Gesundheitscheck, bei dem Körpertemperatur, Blutdruck und Hämoglobinwert festgestellt wurden. Diese Daten entscheiden mit darüber, ob die Person überhaupt für eine Spende geeignet ist. Die eigentliche Blutspende dauert nur wenige Minuten.
Proben des Blutes werden im Labor auf unter anderem Infektionen getestet. Währenddessen ruhen die Spender, die sich anschließend zu einem Imbiss treffen.
Gesamter Ablauf dauert etwa eine Stunde
Gerade für Erstspender spielt der Ablauf, der rund eine Stunde dauert, eine wichtige Rolle. Der Blutspendedienst bittet auch deshalb kontinuierlich um den Besuch der Spendetermine, weil einige der Blutpräparate nur eine kurze Haltbarkeit von teilweise wenigen Tagen haben. Deutschlandweit tragen für die Versorgung der Patienten mit lebensrettenden Blutpräparaten fünf Blutspendedienste des DRK die Verantwortung.
Deren Organisation und Umsetzung werden regional in den Bundesländern umgesetzt. Zusammen werden bundesweit rund 38.000 Blutspendetermine jährlich angeboten. In Deutschland werden laut Informationen des Roten Kreuzes täglich 15.000 Blutkonserven benötigt.
Weltblutspendetag
Die Weltgesundheitsorganisation WHO, die Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung und weitere Organisationen haben im Jahr 2004 zum ersten Mal des sogenannten Weltblutspendetag („World Blood Donor Day“) ausgerufen. Er fällt immer auf dem 14. Juni. Das Datum bezieht sich auf den Geburtstag des österreichisch-US-amerikanischer Pathologen Kurt Landsteiner, dem Entdecker der Blutgruppen. Jedes Jahr feiern Länder auf der ganzen Welt den Weltblutspendertag. Die Veranstaltung dient dazu, das Bewusstsein für die Notwendigkeit von sicherem Blut und Blutprodukten zu schärfen und freiwilligen, unentgeltlichen Blutspendern für ihre lebensrettenden Blutspenden zu danken, erklärt die Weltgesundheitsorganisation in einer Mitteilung. Jedes Jahr steht der Weltblutspendetag unter einem neuen Motto.