Der DRK-Ortsverein Donaueschingen etabliert zwei neue Geschäftsfelder – und Neuwahlen machen auch den Vorstand wieder komplett.
„Wir haben turbulente Zeiten hinter uns, aber es hat sich viel getan.“
Mit diesen Worten eröffnete der Vorsitzende Thomas Gähme die erste Mitgliederversammlung des Donaueschinger Ortsvereins seit zwei Jahren.
Die Bilanz
Finanzen: Grund für die lange Pause war die Erkrankung des Schatzmeisters, sodass vor einem Jahr kein Jahresabschluss gemacht werden konnte. Mithilfe des Kreisverbands sind die Jahresabschlüsse 2022 und 2023 mittlerweile erledigt. „Unsere Finanzlage ist in Ordnung“, betonte Gähme.
Wahlen: Im Vorstand waren in dieser Zeit mehrere Posten weggebrochen, deren Aufgaben von einer Rumpfmannschaft um Thomas Gähme mit bewältigt wurden. Aus diesem Grund gab es abseits des regulären Wahlintervalls umfangreiche Neuwahlen, in deren Verlauf alle vakanten Posten besetzt werden konnten.
Dabei zeigte sich der Ortsverein sehr innovativ. Gleich drei Kandidaten stellten sich live online vor, einerseits wegen Krankheit, andererseits aus beruflichen Gründen. Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden wurde Patrick Leismann gewählt. Er ist kein Unbekannter, denn er war 2016 bis 2021 Schatzmeister im Ortsverein und hatte das Amt damals aus beruflichen Gründen zur Verfügung gestellt.
Mit den Worten „Ich kann wieder und ich will wieder. Ich sehe ein wahnsinniges Potenzial im Ortsverein“, meldete er sich zurück. Er möchte bestehende Geschäftsfelder ausbauen und neue einführen sowie Prozesse überarbeiten, um effizienter zu werden. Neuer Schatzmeister ist Moritz Werner. Der Wirtschaftsingenieur ist viele Jahre im Ortsverein und Katastrophenschutzbeauftragter im Kreisverband. Er möchte den Wandel im Ortsverein unterstützen und „unsere großen Zeiten in die Zukunft versetzen".
Elias Müller vertritt in Zukunft das Jugendrotkreuz. Der 17-Jährige wünscht sich einen guten Austausch. Zur Vertretung der Bereitschaftsleitung im Vorstand wurde Jan Gentner gewählt, ebenfalls aus der Bereitschaftsleitung stammen die beiden Beisitzer Alexander Ragg und Daniel Sasonov. Zur Vertretung der Sozialdienstleitung wurde Adrian Höllering gewählt. Zusammen mit dem Vorsitzenden Thomas Gähme, Schriftführerin Sabine Gähme, Beisitzer IT Nick Ahrens und dem Arzt Günter Joos ist das Vorstandsteam somit wieder vollständig.
Ausblick: Erfreuliches wusste Geschäftsführerin Iris Gähme zu berichten. Zwei neue Geschäftsfelder sind mittlerweile zu wichtigen Standbeinen im Ortsverein geworden. Vom Kreisverband wurde die Kleiderkammer übernommen und in einen Second-Hand-Laden umgewandelt. Es gebe gute Kleiderspenden in Massen von beeindruckender Qualität. Man startete nach Ende der Corona-Testungen in der Schulstraße und mietete anschließend ein Ladenlokal in der Karlstraße. Zunächst startete man zwei Mal wöchentlich nachmittags. Dann wurden die Öffnungszeiten stetig ausgeweitet. Heute ist täglich von 9 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Bewerkstelligt wird das mit zwölf ehrenamtlichen Helfern.
Fahrdienst startet erfolgreich
Vor zwei Jahren wurde der Fahrdienst für Schuleinrichtungen wie die Karl-Wacker-Schule in Donaueschingen, die Christy-Brown-Schule in Villingen oder Kindergärten übernommen. Zunächst passierte dies mit einem vorhandenen Neunsitzer. Schnell wurde ein weiterer gebrauchter Bus angeschafft, um eine weitere Tour abzudecken. Mittlerweile sind täglich fünf DRK-Busse unterwegs, davon einer als Rollstuhltour. Das Projekt wird durch vier Gleitzonenmitarbeiter und 25 Ehrenamtliche gestemmt, von denen zwölf fest verplant sind, der Rest der Mannschaft besteht aus Springern.
Als Flopp hingegen erwies sich die Idee, eine „Möbelwelt“ zu eröffnen, die aus der Hilfe für ukrainische Flüchtlinge entstand. Es gab zwar genügend qualitativ gute Spenden, vieles wurde dann aber zum Ladenhüter, das Konzept war finanziell nicht tragbar.
Die Tätigkeiten des Vereins
DRK-Aufgaben
Zu den Aufgaben des DRK-Ortsvereins Donaueschingen gehören regelmäßige Übungen und Fortbildungen, darunter die Zusammenkunft jeden ersten Dienstag im Monat. Ferner zählen dazu Bereitschaft bei unzähligen Veranstaltungen, Bewirtung von Senioren, Verpflegungseinsätze, Sanitätsdienste und Transporte mit dem in der Unterkunft stationierten Krankenwagen und viele ehrenamtliche Tätigkeiten mehr. Außerdem rücken die Mitglieder im Rahmen des Katastrophenschutzes bei größeren Unfällen mit aus. Diverse Mitglieder sind hierzu mit einem Melder ausgerüstet. Seit Ende der Pandemie kamen zusätzliche Geschäftsfelder im sozialen Bereich.