Nicht nur Hundekot ist auf landwirtschaftlichen Flächen ein großes Ärgernis, sondern auch dessen Entsorgung in Plastikbeuteln Foto: Ebener/dpa

Ärgernis: Hundekot im Plastikbeutel ärgert die Landwirte

Eschbronn-Mariazell (lh). Es kommt immer häufiger vor, dass mit Hundekot gefüllte Plastikbeutel auf Wiesen, Äckern und in Büschen entsorgt werden. Davon ist auch Eschbronn betroffen.

In der Einwohnerfragestunde der jüngsten Gemeinderatssitzung berichtete Manfred Flaig von an ihn herangetretenen Landwirten, die sich über dieses zunehmende Ärgernis beklagten. An beliebten Wanderwegen in der Gemeinde seien Hundekot-Abfallbehälter mit Plastikbeuteln aufgestellt worden, was von der Gemeinde sicher gut gemeint sei. Der Hundekot lande auch im Beutel, aber leider nicht mehr in der Tonne, sondern in Wiesen und Hecken. Inzwischen finde man die Tüten überall und das nicht nur in Eschbronn.

"Jetzt haben wir nicht nur den Kot in der Landschaft, sondern auch noch den Plastikmüll", äußerte sich Flaig besorgt. Er beobachte in der Gemeinde geradezu einen Hundetourismus aus dem Umland wie Villingen-Schwenningen und dem Schramberger Raum.

Das Verhalten der Hundebesitzer sei an Dreistigkeit kaum zu überbieten, sie liefen selbst im Sommer querfeldein über Wiesen und Äcker. Wenn man sie darauf anspreche, dass sie nicht über bewirtschaftete landwirtschaftliche Flächen spazieren gehen dürften, erhalte man groteske Antworten wie: "Ich wollte mit meinem Hund nicht direkt an einem anderen Hund vorbeilaufen".

Beim Steinbruch Richtung Schönbronn könne man beobachten, wie immer mehr Autofahrer auf dem asphaltierten Weg parkten, um mit ihren Hunden Gassi zu gehen. Landwirte müssten mit ihren Fahrzeugen in die Wiesen ausweichen, um vorbeizukommen.

"Ich glaube nicht, dass man mit Verbotsschildern etwas erreichen kann, weil viele Leute die nicht lesen können", spottete Flaig.

Bürgermeister Franz Moser räumte ein, den Äußerungen Flaigs sei nichts mehr hinzuzufügen. Er könne nur appellieren, dass auf die Landwirte und deren Felder Rücksicht genommen werde und werde mit einem Aufruf im Amtsblatt darauf hinweisen. Auch werde er sich die Situation beim Steinbruch vor Ort ansehen und mit der Verwaltung über Lösungen beraten, sicherte der Bürgermeister Unterstützung zu.