Das Monument „Die Grablege Rudolfs III. von Hachberg-Sausenberg in der Röttler Kirche“ bildet den Ausgangspunkt für einen kunsthistorischen Vortrag. Foto: Adila Garbanzo León

Die Kunsthistorikerin Adila Garbanzo León spricht im Dreiländermuseum über Grabmäler.

Was erzählen mittelalterliche Grabmäler über Macht, Glauben und Erinnerung? Und wie inszenierte sich der Adel am Oberrhein über den Tod hinaus? Diesen Fragen widmet sich die Kunsthistorikerin Adila Garbanzo León am Dienstag, 2. Juni, um 18 Uhr im Dreiländermuseum, Basler Straße 143. Der Vortrag ist Teil der Begleitreihe zur Sonderausstellung „Burg Rötteln – Neue Methoden in der Archäologie“.

 

Die Bildhauerkunst des Spätmittelalters

Unter dem Titel „Die Grablege Rudolfs III. von Hachberg-Sausenberg (1343 bis 1428) und Annas von Freiburg (1374 bis 1427) in der Kirche zu Rötteln – Adelige Selbstinszenierung am Oberrhein im Spätmittelalter“ stellt die Referentin zwei bedeutende Zeugnisse spätmittelalterlicher Bildhauerkunst am Oberrhein vor. Die nahezu 600 Jahre alten Monumente geben Einblicke in Glaubensvorstellungen, Erinnerungskultur und Formen adeliger Selbstdarstellung im Spätmittelalter, teilt das Museum mit.

Grabmäler und ihr symbolischer Gehalt

Der Vortrag beleuchtet die künstlerische Gestaltung und den symbolischen Gehalt der Grabmäler und zeigt, wie sich aus Bildsprache und historischen Quellen persönliche und gesellschaftliche Botschaften der Verstorbenen erschließen lassen, teilt das Dreiländermuseum mit. Adila Garbanzo León studierte Kunstgeschichte, klassische Archäologie und mittelalterliche Geschichte in Freiburg und Dublin. Seit 2019 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Augustinermuseum Freiburg mit Schwerpunkt Sonderausstellungen und regionale Kunst- und Kulturgeschichte.

Die Sonderausstellung „Burg Rötteln – Neue Methoden in der Archäologie“ ist noch bis 14. Juni im Dreiländermuseum und auf Burg Rötteln zu sehen. Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm des Museums auf der Internetseite des Dreiländermuseums (www.dreilaendermuseum.eu).