Das Abstauben der Narrenzunft an Dreikönig gehört ins traditionelle Programm der Fasnet. Neuigkeiten gibt es trotzdem.
Mit einem zünftigen Weißwurstfrühstück begrüßte der Elferrat der Narrenzunft am Dienstagvormittag Mitglieder der Zunft und Gäste in der Zunftstube zum Abstauben der Narrenkleider und Larven.
Nachdem zunächst der Besuch der Gäste sehr verhalten war füllte dich die Zunftstube sehr schnell um 10 Uhr. So konnten die Gäste um den Vorsitzenden Benedikt Schanz den vorgetragenen Abstauberspruch hören und zum ersten mal wieder den Klängen des Narrenmarsches lauschen.
„Mir Abstauber sind heut wieder zu Besuch, und des findet ihr bestimmt au wieder ganz famus, befreiet mir eure Kleidle vom Staub und Dreck, denn des muss alles ganz schnell weg! Gründlich und ordentlich staubet mir heut ab, damit de Narr ka wieder naus ufd Gass. Des isch harte Arbeit, die wir da verrichte, i glaub me sieht’s is a, mir kummed fascht scho ins Schwitze.“
Mit Staubwedel, Tüchern und Bürsten
Sogleich machten sich die Elferräte an ihre schwierige Arbeit mit Staubwedel, Tüchern und sogar ganz kleinen Zahnbürsten, um ja in jede noch so kleine Ritze hineinzukommen und alle Gerätschaften, Larven, Glocken und Riemen vom Staub des vergangenen Jahres zu befreien.
Und dann war das Werk in der Narrenstube getan: „Des Werk isch vollbracht, de Staub ade, auch de Dreck sieht mer jetzt nemmer, des isch doch schee! Lasset ihs astoße auf die Fasnetszeit, und vergesset it isser Motto wie damas und heut: Jedem zur Freud und niemand zu Leid! Habermuas!“ So machten sich die Elferräte nach einer entsprechenden Stärkung jeweils zu zweit im dichten Schneegestöber auf, um in den Bürgerhäusern das Abatauben fortzusetzen. In diesem Jahr waren fürs Abstauben Anmeldungen nötig, um zu verhindern, dass die Abstauber vor verschlossenen Türen stehen.
Für den Beisitzer und langjährigen stellvertretenden Vorsitzenden Uwe Sauerland war es sein letzter Einsatz beim Abstauben. Er wird im Herbst bei der Hauptversammlung der Zunft nach 25 Jahren aus dem Elferrat ausscheiden. Der Villingendorfer Fasnet und der Narrenzunft bleibt er aber sicherlich weiterhin eng verbunden.