Im Freiburger Tierheim müssen nach dem Brand am Neujahrsmorgen viele Räume renoviert werden. Foto: Stefanie Salzer-Deckert

Wie genau es mit den Räumlichkeiten des Freiburger Tierheims nach dem Brand am Neujahrsmorgen weitergeht, ist noch unklar. Viele Spenden sorgen zumindest kurzfristig für Erleichterung.

Ein Brand in der Futterküche des Freiburger Tierheims hat am Neujahrsmorgen Teile des Gebäudes zerstört. Zahlreiche Vögel und Igel-Babys verendeten im Rauch. Andere Tiere, darunter rund 100 Hunde und Katzen, kamen mit dem Schrecken davon und blieben unverletzt. Der Brand wurde morgens gegen 7 Uhr entdeckt, die Löscharbeiten waren nicht einfach.

 

Bis heute sind die genaue Brandursache wie auch die Schadenshöhe durch das Feuer unklar. Man wisse aber, so ein Sprecher der Freiburger Polizei, dass eine Silvesterrakete oder Brandstiftung als Ursache des Unglücks ausgeschlossen werden können. Ein technischer Defekt sei hingegen nicht unwahrscheinlich.

Seit dem Brand ist für die haupt- und ehrenamtlich aktiven Tierschützer im Heim nichts mehr so, wie es vorher war, bestätigt Thomas Bierer, der Vorsitzende des Tierschutzvereins Freiburg. Die Solidarität sei enorm und es sei wunderbar zu sehen, wie viel der Tierschutzverein und das Tierheim der Bevölkerung in Freiburg und den umliegenden Gemeinden bedeuten.

Tierheim setzt vorerst auf Bürocontainer

Wie viel genau gespendet wurde, sei derzeit noch unklar, da die Dateninfrastruktur des Tierheims erst wieder hochfahren müsse. Man sei aber derzeit „gut versorgt“ mit Geld- und Futterspenden. „Wir haben Tausende E-Mails erhalten“, freut Bierer sich über die große Solidarität mit dem Tierheim. Dennoch sei es natürlich furchtbar gewesen, am Neujahrsmorgen vor dem brennenden Gebäude zu stehen und nichts tun zu können. „Darauf hätte ich gut verzichten können“, so Bierer, der den Freiburger Verein ehrenamtlich leitet und eine Hundeschule in Riegel am Kaiserstuhl betreibt.

Seit dem Brand muss das Heim improvisieren: Drei Büro-Container, die binnen weniger Tage nach dem Feuer vom einem Hersteller aus dem Markgräflerland zur Verfügung gestellt wurden, ersetzen nun auf dem Gelände des Tierheims den Eingangsbereich der Verwaltung und die Hundeküche, die komplett ausgebrannt und verrußt sind. „Das war auch so eine phänomenale Sache, wie schnell diese Container kamen“, blickt Bierer im Gespräch dankbar zurück.

Tierheim weiterhin auf Spenden angewiesen

Die Container seien auch perspektivisch wichtig für das Tierheim: „Es wird ja noch Monate oder das ganze Jahr dauern, bis der Gebäudeschaden repariert ist.“ Was genau mit dem vom Brand betroffenen Gebäude passieren wird, ist derzeit noch unklar, sagt der Vereinsvorsitzende. „Aber wir haben ja für unsere Tiere eine Aufgabe zu erfüllen.“

Auch die Freiburger SPD-Landtagsabgeordnete Gabi Rolland wirbt nach dem Band für Unterstützung für den Tierschutzverein. „Ich habe dem Freiburger Tierschutzverein empfohlen, einen Förderantrag für das Programm ,Förderung von Tierschutzmaßnahmen’ zu stellen“, so Rolland in einer Mitteilung. Dort können für die Sanierung von Tierheimen bis zu 150 000 Euro beantragt werden.

Land und Regierungspräsidium müssten so einen Förderantrag schnell bearbeiten, findet Rolland: „Das Freiburger Tierheim war bereits vor dem Brand stark ausgelastet.“ Das betont auch Thomas Bierer: Letztlich seien alle Tierschutzvereine und Tierheime in Deutschland „am Anschlag“ mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit. Daher sei er froh über Rollands Einsat