Die erste Freiburger Schulstraße wird im Stadtteil Tiengen eingerichtet. Im Laufe des Jahres sollen zwei weitere Schulstraßen folgen.
Der Tuniberg-Stadtteil Freiburg-Tiengen erhält als erster in Freiburg noch in diesem Monat eine Schulstraße. Damit wird der Schulweg zur dortigen Markgrafenschule sicherer. Zwei weitere Freiburger Schulen sollen im laufenden Jahr noch folgen, so Grünen-Stadträtin Sophia Kiliam Rand eines Freiburg-Besuchs von Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne).
Im vergangenen Jahr hatte die Landesregierung mit einem Erlass die Einrichtung von Schulstraßen und Schulzonen mit teilweisen oder kompletten Fahrverboten rund um Schulen im Land ermöglicht.
Die Lorettoschule im Stadtteil Wiehre in Freiburg, wo eine Elterninitiative bereits seit längerer Zeit für verschärfte Verkehrsregeln kämpft, sei allerdings derzeit nicht für eine Schulstraße oder -zone vorgesehen, so Kilian: Die Verkehrslage dort sei zu komplex: „Man muss auch die Bedürfnisse der Anwohner und der Gewerbetreibenden mit in die Abwägung einbeziehen.“
Land setzt nicht nur auf Schulstraßen
Deshalb sei es richtig, Standorte auszuwählen, an denen die Akzeptanz im Umfeld mutmaßlich hoch sei. Dazu komme, dass es weiterer Ansatzpunkte für mehr Sicherheit auf dem Weg zur Schule gebe, so die Freiburger Landtagsabgeordnete Nadyne Saint-Cast (Grüne): Im Zuge des „Moovers“ Programms des Landes für mehr Sicherheit auf dem Schulweg und mehr Bewegung im Alltag von Schulkindern hätten sich zum Beispiel ehrenamtliche Berater bewährt, die in die Schulen gehen und dort Verkehrssituationen analysieren und Verbesserungen anregen. Dabei gehe es nicht darum „Elterntaxis“ zu verbieten, so Winfried Hermann: „Das würde uns ja auch gar nicht zustehen.“ Die Zustimmung der Eltern zu solchen initiativen sei aber groß.