Das Halbfinale im Bezirkspokal steht fest und der Aufstiegskurs Richtung Bezirksliga passt. Die TGB Lahr macht auch viel vom sportlichen Erfolg abhängig.
Die TGB Lahr scheut sich nicht vor großen Zielen. Im zweiten Jahr in der Kreisliga A steht das Team zusammen mit Schiltach an der Spitze und hat schon zehn Zähler Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz. Wenn im Profifußball in so einer Lage gerne eher auf die Euphoriebremse getreten wird, vertritt der TGB-Vorsitzende Batuhan Tug einen anderen Standpunkt. „Wir sind erfolgsorientiert und diesen Jahr muss was passieren“, so Tug im Gespräch mit unserer Redaktion.
Er betont, dass allerdings noch nichts erreicht sei – und dass dies auch ein Grund dafür ist, dass mit Trainer Christian Saban noch nicht verlängert wurde. „Ich verstehe mich sehr gut mit ihm. Aber wir wie auch Christian fühlen uns dem Erfolg verpflichtet. Wenn wir unsere Ziele nicht erreichen, wird er nicht bei uns bleiben. Und ganz ehrlich: Sollte die TGB Lahr in dieser Saison den Aufstieg verpassen, verliert der Verein nicht nur den Trainer. In diesem Fall würde ich mein Amt als Vorstand niederlegen und keine Kaderplanung mehr vornehmen. Deshalb ist es aktuell nicht sinnvoll, voreilig Gespräche zu führen“, betont Tug. „Aber ich bin überzeugt, dass wir in der Rückrunde Vollgas geben und im Mai die Verlängerung bekanntgeben können“, stellt er in Aussicht. Dazu müsste der Aufstieg in die Bezirksliga allerdings erreicht sein.
Um die Aufstiegspläne zu verwirklichen, wurde im Winter der Kader verstärkt. Keeper Sinan Cakir kommt vom FSV Seelbach und der zentrale Mittelfeldspieler Semih Cakir vom SC Kuhbach-Reichenbach. Zudem kommt Maliq Berisha für die Flügelpositionen ebenfalls aus der Bezirksliga von den abstiegsbedrohten Seelbachern.
Zwei klassenhöhere Teams schon aus dem Wettbewerb geschmissen
„Die Verpflichtungen auf der Torwart- und Mittelfeldposition entsprachen den klaren Wünschen unseres Trainers. Wenn der Coach Wünsche äußert, ist es unsere Aufgabe, diese umzusetzen“, stellt Tug zu den Neuzugängen heraus.
Der Verein stellt sich auch in seiner Infrastruktur bereits auf höhere Spielklassen ein. „Erstmals seit Jahren können wir unsere Wintervorbereitung unter eigenem Flutlicht auf dem Trainingsplatz absolvieren und bleiben im eigenen Vereinsheim, was zuvor nicht möglich war. Im Hinblick auf das Pokal-Halbfinale werden aktuell Renovierungen der WC-Anlagen vorgenommen und weitere Maßnahmen sind geplant“, informiert der Vorsitzende.
Neben dem Ligaalltag ist die Vorfreude auf das Bezirkspokal-Halbfinale bei den Lahrern bereits groß. Am Ostersonntag, 5. April, geht es auf heimischen Platz gegen den SV Rust – den Ex-Verein von Christian Saban. „Mit Haslach und Mühlenbach haben wir bereits zwei Bezirksligisten eliminiert und freuen uns nun auf das Halbfinale. Für dieses Spiel erwarte ich 1000 bis 1200 Zuschauer am Platz in Mietersheim. An diesem Tag wird die Anlage zur ,türkischen Hölle’ – mit Trommeln, Vuvuzelas und entsprechender Atmosphäre. Ein besonderer Fußballsonntag, zumal wir an diesem Tag das einzige Spiel in der Region bestreiten“, blickt Tug voraus.
Bis es in der Liga am 8. März für die TGB Lahr weitergeht, stehen noch einige Testspiele an. Am Freitag, 30. Januar, geht es gegen den Offenburger FV, am 6. Februar gegen den SC Lahr und am 11. Februar folgt ein Kick gegen den FC Ettenheim-Altdorf. Abschließend sind noch Spiele gegen die SG Rheinhausen und beim FV Dinglingen vereinbart.
Austausch mit Nachbar
Zwischen der TGB Lahr und dem SC Lahr liegen noch ein paar Spielklassen. Neben dem Platz begegnet man sich jedoch auf Augenhöhe. „Mit dem Trainer des SCL, Sascha Schröder, einem Kollegen von mir, tauschen wir uns regelmäßig aus. Er motiviert uns und unterstützt mit seiner Erfahrung“, betont der TGB-Vorsitzende Batuhan Tug.