Nun machen sich langsam die Sternsinger in der Stadt für ihre nächste Aktion bereit. Foto: Disch

Bald sind sie unterwegs: Villinger Sternsinger bringen den Segen in Häuser und sammeln Spenden gegen Kinderarbeit weltweit. Wer sie empfangen will, kann sich jetzt anmelden.

Sie haben die Künstler über Jahrhunderte lang inspiriert und wir finden sie in vielen Kunstwerken in Kirchen, auch im Villinger Franziskanermuseum sind Exponate aus dem Kloster St. Ursula mit der Darstellung der Drei Könige zu sehen. Auch viele Gasthäuser wurden nach ihnen genannt. Und nicht zuletzt dürfen die Figuren der selbigen an keiner Krippe fehlen, wo sie von Kindern stauend angeschaut werden.

 

Sie erwachen aber auch jährlich zu Beginn des neuen Jahres zu neuem Leben. Kinder und Jugendliche verkleiden sich als Könige und ziehen mit einem Stern durch die Stadt und besuchen Familien, Krankenhäuser, Alten- und Pflegehäuser. Dort tragen sie ihre Gedichte vor, singen Lieder und schreiben den Segen über die Türen.

Ihr Kreidezeichen „C+M+B bedeuten „Christus mansionem benedicat - Christus segne dieses Haus“ und sind an manchem Haus das ganze Jahr über zu sehen. Bei der Aktion sammeln sie Geld für Kinder, die es nicht so gut haben. Das Sternsingen in Deutschland ist weltweit die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Rund 300 000 Kinder mit ihren Begleitern sind unterwegs.

VS bereitet sich vor

In den Pfarreien der Start beginnt die Organisation der Aktion. Bis zum 18. Dezember kann man sich in den jeweiligen Pfarreien für den Besuch der kleinen Könige anmelden.

Diese beginnen ebenso mit ihren Proben. Da werden die Kinder in Gruppen eingeteilt, Könige eingeteilt, Lieder geübt , Gewänder ausgebessert und über die Aktion informiert. Die Aktion Dreikönigssingen 2026 steht unter dem Motto „Schule statt Fabrik- Strernsinger gegen Kinderarbeit“. Als Kinderarbeit bezeichnet man Einkommen schaffende Tätigkeiten, für die Kinder zu jung sind, die sie vom Schulbesuch abhalten und ihre Gesundheit und Entwicklung schaden. Ausbeuterische Kinderarbeit verletzt Kinderrechte und ist international verboten. Wenn Kinder dagegen gelegentlich im Haushalt helfen oder nach der Schule einer zeitlich begrenzten ungefährlichen Tätigkeit nachgehen, ist das keine Kinderarbeit.

Die Weltgemeinschaft hat ihr Ziel, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, nicht erreicht. 138 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten. 54 Millionen von ihnen unter ihnen unter besonders gesundheitlichen und ausbeuterischen Bedingungen, Produkte aus Kinderarbeit gelangen auch in Deutschland in den Handeln. In diesem Jahr werden insbesondere Kinder in Bangladesch mit den Spenden unterstützt.

Die Sternsinger-Feiern in Villingen

Spezielle Feiern rund um die Sternsinger in Villingen finden zu folgenden Terminen statt: 5. Januar um 18.30 Uhr Eucharistiefeier in Rietheim, 6. Januar um 9 Uhr Eucharistiefeier in Heilig Kreuz, 6. Januar um 9.30 Uhr Eucharistiefeier im Münster ULF, 6. Januar um 10.30 Uhr Wortgottesfeier in St. Konrad, 6. Januar um 10.30 Uhr Eucharistiefeier in St. Bruder Klaus, 6. Januar um 11 Uhr Eucharistiefeier in St. Fidelis.