Drollig war vor allem der Auftritt der Jüngsten, die zu ihren Liedvorträgen gestikulierten. Foto: Carmen Soudani

Ein gemeinsames Winterkonzert haben der Kinderchor Sophiele ohne Grenze, der Liederkranz Onstmettingen sowie Benefizchor und Benefizorchester Stetten a. k. M. in der Onstmettinger Philipp-Matthäus-Hahn-Kirche gegeben.

Kein Platz war mehr frei im Onstmettinger Gotteshaus, sehr zur Freude der Chöre, der Instrumentalisten und ihrer Helfer – man war sich nämlich keineswegs sicher gewesen, ob ein Konzert zwischen den Jahren ein Publikum haben würde. Die Zweifel erwiesen sich als unbegründet – und das Konzert als voller Erfolg.

 

Eröffnet wurde es vom Kinderchor, den Sophia Sheerer dirigierte. Die Kinder – sie sind zwischen fünf und zwölf Jahren alt – eröffneten das Programm mit den Titeln „Ich bin“ von LaFee, „Weil der Wunsch es wert ist“ aus dem Disney-Film „Wish“ und dem Tabaluga-Klassiker „Ich wollte nie erwachsen sein“; anschließend hieß der Liederkranz-Vorsitzende Michael Bitzer alle Gäste willkommen und forderte sie auf, sich in einer Zeit, in der sich jeder mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert sehe, innezuhalten, sich der Erfahrung der Gemeinschaft hinzugeben und sich von der Musik inspirieren zu lassen.

Festlich war die Philipp-Matthäus-Hahn-Kirche beim Auftritt der Chöre geschmückt – und ihr Gesang passte bestens dazu. Foto: Soudani

Jeder möge sich an diesem Abend auf das konzentrieren, was wirklich zähle, nämlich auf die Freude, Hoffnung und Kraft, die in ihm stecke, so Bitzer. Es gelte, nun nicht nur zurückzublicken, sondern auch nach vorne – in der Zuversicht, dass im neuen Jahr viele neue Möglichkeiten und schöne Momente warteten.

Gotthilf Fischer begleitet Chorgemeinschaft weiter

Danach war die Reihe an den rund 80 Sängerinnen und Sängern des Liederkranzes Onstmettingen und des Benefizchors Stetten. Gemeinsam sangen sie das „Gloria“ in der Fassung von Gotthilf Fischer, danach „Herr, deine Güte reicht so weit“ von August Eduard Grell, „Die Himmel rühmen“ von Ludwig van Beethoven und eine Vertonung des Vaterunsers. Danach zog das aus einem guten Dutzend Instrumentalisten bestehende Benefizorchester das Publikum mit Interpretationen von „Highland Cathredral“, „Gabrielas Song“, „You Raise Me Up“ und „Winter Wonderland“ in den Bann – es erhielt dafür großen Applaus.

Die Kinder waren echte Stars des Konzert – und brachten Sterne mit. Foto: Soudani

Anschließend waren wieder die beiden zwei Erwachsenenchöre an der Reihe – und man sah und hörte bereits einige Publikumsgäste, welche die eine oder andere Zeile mitsangen. Auf dem Programm standen die Weihnachtslieder „Jingle Bells“, „Merry Christmas“ in der launigen Udo-Jürgens-Version, die „Friedensvision“ mit der Melodie des Händelschen Tedeums – der Eurovisionshymne – und einem Text von Ivo Mondry sowie „Oh Happy Day“, in dem Brigitte Mogg als Solistin brillierte.

Wie immer voll engagiert: Uwe Wagner Foto: Soudani

Als die Lieder und Songs verklungen waren, trat wieder Michael Bitzer vor das Publikum und dankte allen Sängerinnen und Sängern, Kindern, Helfern, Gästen, der Chorleiterin Sophia Sheerer und dem musikalischen Leiter des Abends, Uwe Wagner.

Die meisten brauchen gar keine Projektion

Pfarrerin Silke Bauer-Gerold sprach den Segen, und dann folgte ein letzter Höhepunkt: das gemeinsame Singen aller kleinen und großen Chormitglieder und Konzertbesucher. Die Texte wurden, um letztere textsicher zu machen, an die Wand projiziert, doch das erwies sich als überflüssig: Gesungen wurden Weihnachtsklassiker, die den meisten aus ihren Kindheitstagen vertraut waren. Und so sangen alle voller Inbrunst „Oh Du Fröhliche“, „Kling Glöckchen“ und – abermals – „Jingle Bells“.