Groovige Songs hatte die Band „Dr Grausig & the Magictones“ im Gepäck. Foto: Stöhr

Die Band „Dr Grausig & the Magictones“ überzeugte in der Halle 16 mit Funk, Soul, Jazz und unbändiger Spielfreude. Den Besuchern wurde nicht nur wegen der Musik warm ums Herz.

Der „Projektraum für Kunst und Kultur“, die Halle 16, wurde am Freitagabend bei eher kühlen Temperaturen mit heißen Rhythmen „beheizt“. Zu Gast war diesmal die aus dem Raum Balingen-Heuberg stammende Band „Dr Grausig & the Magictones“. Etwa 60 Besucherinnen und Besucher waren gekommen und ließen sich von der Spielfreude der jungen Musiker, die in leicht veränderter Besetzung auftraten, anstecken.

 

Zuvor begrüßte Gitta Bertram das Publikum und stellte das Konzept als „Kulturprogramm zum Mitmachen“ vor. Der Raum sei offen für alle. Der Eintritt war wie immer auf Spendenbasis.

Bassist verhindert, Ersatz gefunden

Auch die Band stellte sich vor. Hinter dem interessanten Bandnamen verbergen sich die Musiker Jonas Klötzl (Gesang, Tasten), Marcel Buhl (Saxophon, Trompete, Posaune, Tasten) und der Schlagzeuger Tobias Kleiner alias „Dr Grausig“. Nicht mit von der Partie war Bassist Marc Peter, der verhindert war. Die Band habe aber „keine Kosten und Mühen gescheut“ und mit Johanna Renner einen würdigen Ersatz gefunden.

Die Musikerin, die sonst Cello spielt, sorgte für einen satten Sound bei den tiefen Tönen, sowohl am E-Bass als auch am Kontrabass. Ebenfalls nicht dabei sein konnte die als Gastsängerin eingeplante Britta Neher.

Ein Dutzend Instrumente im Einsatz

Pianist Jonas Klötzl überzeugte aber auch als Sänger mit seiner klaren, melodischen Stimme und seiner unaufgeregten Art. Diese passte sehr gut zu den durchweg entspannten Songs, die das Quartett an diesem Abend präsentierte. Etwa ein Dutzend Instrumente kamen dabei zum Einsatz.

Marcel Buhl, der den Auftritt mit seiner lockeren Art moderierte, begeisterte als Multiinstrumentalist an vier verschiedenen Saxophonen, an der Posaune, am E-Piano und als Percussionist. Das rhythmische Rückgrat der Band bildete Tobias Kleiner, der seinem Instrument immer treu blieb und mit groovigem, präzisen Spiel sowie kleinen Soloeinlagen begeisterte.

Gershwin im Repertoire

Im Repertoire hatten die Musiker unter anderem den alten Gershwin-Klassiker „Summertime“, „passend zur Jahreszeit“, scherzte Buhl und freute sich, dass so viele gekommen waren.

Nachdem die eingeplante Gastsängerin krankheitsbedingt ausgefallen war, habe man das Programm etwas umstellen müssen. Passend dazu folgte der Bill Withers-Klassiker „Ain’t no sunshine when she’s gone“. Auf der Suche nach einem passenden Titel für Sulz sei man etwas weiter südlich bei „Vienna“ von Billy Joel gelandet, kündigte die Band den nächsten Titel an.

Glühwein und Punsch zum Aufwärmen

Der Aufforderung, sich zu bewegen, kamen die Besucher mit leichtem Mitwippen auf den Stühlen nach. Szenenapplaus gab es für die ausgefeilten Soli der Musiker. In der Pause konnte sich das Publikum mit Glühwein und Punsch aufwärmen.

Im zweiten Teil des Abends spielten „Dr Grausig & the Magictones“ unter anderem Stücke von Paul Simon („50 Ways to Leave Your Lover“), Joe Zawinul („Walk Tall“) und Roger Cicero („Zieh die Schuh aus“). Am Ende durfte das Quartett nicht ohne Zugabe von der Bühne gehen.