Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Dotternhausen Wo bleibt die Unterstützung?

Von

Wenn es bei der Verbrennung um "normales" Glas handeln und keine höheren Luftschadstoffemissionen verursacht würde, hätte die Bevölkerung von Schömberg bis Balingen mit Sicherheit nichts einzuwenden. Leider dürfte dies im vorliegenden Fall anders gelagert sein. Sortenreines Glas aus dem Glascontainer muss recycelt werden. Und so werden rund 80 Prozent beim Glashersteller wieder eingeschmolzen und wiederverwertet. Belastetes Glas wurde bis jetzt in oder auf Kalibergwerken in Thüringen eingesetzt. Kontaminiertes Glas darf jetzt in den Stollen nicht mehr eingebaut werden und sucht sich neue Wege.

Und jetzt kommt der fiese Trick: Wenn die Glasabfälle kleiner als drei Millimeter sind, brauchen sie nicht mehr auf gefährliche Schadstoffe hin untersucht werden, weil zu aufwendig. So ergibt sich folgerichtig auch keine Gefährdungsklasse, und so werden die Glasabfälle nach der Behördenlogik folgerichtig als "nicht gefährlich" eingestuft – obwohl dies in Wirklichkeit gar nicht zutrifft. Dieser Sachverhalt ist der Behörde selbstverständlich bekannt. Trotzdem schreibt das RP Tübingen in der Genehmigungsbegründung ohne jeglichen Skrupel, dass keine höheren Luftschadstoffemissionen durch Glasabfälle verursacht werden, welche die Gesundheit im Sinne des Bundesimmisionsschutzgesetzes gefährden könnte.

Lediglich eine Messreihe liegt mir vor: Hier haben sich die Werte von Dioxin und Furan fast verdoppelt. Gegen die bei einer Klage übliche Akteneinsicht wehrt sich Holcim mit allen Mitteln. Wieso eigentlich, wenn doch alles in Ordnung ist? Den von der Behörde gleich genehmigten Antrag von Holcim auf sofortige Verfügung für den Einsatz von Glas werde ich lediglich aus Kostengründen nicht widersprechen, sondern mich auf die Hauptklage konzentrieren.

Aber wo sind wir denn? Ist es eigentlich nicht die Aufgabe der Behörden, die Gesundheit der Bürger entsprechend dem Grundgesetz zu schützen? Und wo sind unsere Abgeordneten in Bund und Land, wo unsere politischen Parteien im Kreis? Bürgermeisterin? Unser Landrat? Unser Gesundheitsamt? Unsere Ärzteschaft? Und die Unterstützung aller betroffenen Bürger von Schömberg bis Balingen? Ja, dann bräuchte man solche Zustände nicht mehr aushalten. Packen wir es an!

Siegfried Rall | Dotternhausen

Artikel bewerten
14
loading

Flirts & Singles

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.