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Dotternhausen "Verantwortung für Mensch und Umwelt"

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Holcim-Werksleiter Dieter Schillo Foto: Schwarzwälder Bote

Dotternhausen. "Ohne Kalkstein kein Zement. Und ohne Zement kein Zementwerk. Wir versorgen die Bauindustrie in der Region, die Brücken, Straßen, Häuser und Schulen baut. Deshalb werden wir alles tun, um so lange wie möglich den für uns existenziell wichtigen Rohstoff Kalkstein zu gewinnen", zieht Holcim-Werksleiter Dieter Schillo Position zur Diskussion um den Plettenberg.

Er betont: "Natürlich liegt es uns am Herzen, Ziele gemeinsam mit anderen Interessensträgern zu verfolgen. Und nach wie bin ich der Meinung, dass sich beides vereinen lässt – nämlich der Abbau des Kalksteins und der Erhalt und die Förderung der Artenvielfalt sowie des Plettenbergs als Rückzugsraum für Menschen, Tiere und Pflanzen."

Im November habe Holcim den Antrag zur Süderweiterung eingereicht. Noch bis 25. Februar könnten Stellungnahmen abgegeben werden.

Holcim habe zunächst um 20 Hektar erweitern wollen – in Teilschritten über Jahre hinweg. Letztlich habe man 8,7 Hektar als Süderweiterung beantragt. Schillo: "Ich lege Wert darauf, dass wir den Abbau und die Rekultivierungsfortschritte im Zusammenspiel sehen. Und wenn man sieht, wie sich die rekultivierte Fläche im Bruch entwickelt hat, spürt man, dass das Konzept greift und wir bis 2029 eine hochwertige Fläche an die Gemeinde zurückgeben können."

Weiter betont er, dass das Unternehmen lange in die Zukunft planen müsse. Dies sei man den Kindern und Enkeln schuldig. Investitionen für Großprojekte ließen sich nur umsetzen, wenn die Rohstoffsicherung stehe: "Wir tragen Verantwortung für Mensch und Umwelt und sichern die Zukunft für beide." Das Zementwerk sei seit Jahrzehnten ein verlässlicher Partner in der Region und lege Wert auf ein Miteinander. "Wir sind keine Industrie, die Bedarf weckt, sondern Bedarf deckt. Ohne unser bebautes Umfeld sind unsere Mobilität, unsere Infrastruktur, unser Wohlstand nicht möglich."

Bauen ohne Zement und Beton sei in vielen Bereichen nicht machbar. Umgerechnet brauche jeder Mensch ein Kilogramm Stein pro Stunde. Diesen Rohstoff gewinne man dort, wo er vorhanden sei. Und Holcim trage dort, wo abgebaut werde, Sorgfalt für Mensch, Umwelt und Natur. Die Artenvielfalt in aktiven wie ehemaligen Steinbrüchen sei enorm. Holcim arbeite daran, dass es so bleibe: "Das Zusammenspiel mit allen Anspruchsgruppen – auch dem Naturschutz – ist uns wichtig. Selbst wenn konkurrierende Interessen es nicht einfach machen, legen wir Wert auf den Dialog und ein Miteinander."

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