Das mutwillig zerstörte Bäumchen an der Verbindungsstraße zwischen Dotternhausen und Schömberg.Foto: Schatz Foto: Schwarzwälder Bote

Aufreger: Bauhof-Team ärgert sich über blinde Zerstörungswut

Dotternhausen (rs). Der stellvertretende Bauhofleiter in Dotternhausen, Achim Frey, traute seinen Augen nicht: Beim Mähen des Grünstreifens am Radweg in Richtung Schömberg bot sich ihm ein Bild absichtlicher Zerstörungswut. Die junge Stammverlängerung des Apfelbäumchens "Malus Waraschker von Gruben" wurde mutwillig abgeknickt und der Wipfel auf den Holzpfahl gelegt.

"Egal, ob es ein dummer Kinder- oder Jugendstreich war oder nur die Zerstörungswut eines Baumfrevlers: Wir können dies nicht verstehen. Manche Leute können einfach nichts Ganzes sehen", betonen Frey und Bauhofleiter Damir Baumann kopfschüttelnd.

Seit mehreren Jahren setzt sich die Gemeinde Dotternhausen für den Erhalt und Pflege der heimischen Streuobstwiesen ein. Die Gemeinde hat einen Streuobstbestand mit mehr als 250 Bäumen.

Rund 80 davon befinden sich oberhalb des Kirschenwinkels sowie am Viehtrieb oberhalb der alten Gärtnerei am Fuße des Plettenbergs. Weitere Bestände stehen entlang der Palmbühlstraße, rund um das Schulgelände, bei den Ausgleichsflächen Eichstraße/Seewiesenweg, an der Alleestraße in Richtung Roßwangen sowie im Gewann Oberer Erlenbach.

Zum Erhalt der heimischen Streuobstwiesen haben Bauhofleiter Bauman und sein Team im vergangenen Spätherbst noch einmal mehr als 20 Obstbäume am Schulgelände sowie an der Verbindungsstraße in Richtung Palmbühl gepflanzt. Auch durften sich Anwohner der Eichstraße und des Seewiesenwegs über die Neupflanzung eines Halbstamms auf dem angrenzenden Gemeindegrundstück freuen. Sie dürfen künftig das Obst ernten und verwenden.

Doch solche Maßnahmen scheinen nicht allen zu gefallen, wie das abgeknickte Bäumchen zeigt: "Trotz dieser Tat lassen wir uns nicht entmutigen und werden auch künftig den Streuobstbestand fördern", betonen die Männer vom Bauhof.

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