Nach der Installation ist die neue Plettenberg-Seilbahn des Unternehmens Holcim zwar in Betrieb – aber noch nicht so, wie sie soll: Es gibt es weiter technische Probleme. Daran arbeite man mit Hochdruck, teilt das Unternehmen mit. Foto: Reich Foto: Schwarzwälder Bote

Ärger: Holcim: "Vom Normalbetrieb weit entfernt" / Anwohner in Dotternhausen sind unzufrieden

Die Holcim Süddeutschland GmbH ist nach eigenen Angaben nach wie vor damit beschäftigt, die im Oktober neu installierte Seilbahn im Betrieb zu optimieren.

Dotternhausen. Seit dem 2. November läuft die Bahn. "Vom Normalbetrieb der Seilbahn sind wir aber leider noch entfernt", teilt Werksleiter Dieter Schillo mit. Er fährt fort: "Wir arbeiten weiter mit Hochdruck an Lösungen, unter anderem zur Eindämmung der Geräuschkulisse. Auch wenn es sich zum Teil verbessert hat, sind weder wir noch die Anwohner zufrieden damit. Wir haben unterschätzt, wie viel Zeit es bis zur endgültigen Fertigstellung braucht."

Es gibt laut Holcim mehrere Quellen für die störenden Geräusche, unter anderem die Rollenbatterien an den Stützen sowie die Loren und übertragene Geräusche auf die Stützen. Das Holcim-Projektteam und der Lieferant Bartholet sind nach Angaben des Zementherstellers laufend am Testen, Korrigieren und Neubewerten.

Die Firma Bartholet, ein bekannter Schweizer Seilbahnhersteller, hat bislang unter anderem mit Einbauten in den Lorendrehgelenken sowie den oberen Rollenwippenachsen der Doppelrollenbatterien Verbesserungen erreicht. Weitere Maßnahmen werden derzeit getestet und überprüft.

Solange die Seilbahn noch nicht die volle Leistung bringt, läuft sie auch am Samstag, um das Werk mit dem für die Zementproduktion wichtigen Rohstoff Kalkstein zu versorgen. Aktuell ist die Geschwindigkeit gedrosselt, und die Loren sind noch nicht voll beladen. Nächste Woche werden Testfahrten mit normaler Geschwindigkeit und anderer Beladung durchgeführt. Damit sind auch Geräuschmessungen verbunden, um weitere Verbesserungsarbeiten und nächste Schritte zu definieren. Schillo: "Natürlich ist das ein enormer Druck für uns alle. Wir wissen, dass die Seilbahn-Anwohner täglich auf eine weitere Besserung warten. Wir tun alles, um weiter fortzuschreiten."

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