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Dotternhausen Schillo will Sorgen ernstnehmen – und gibt Emissions-Bekenntnis ab

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An dieser Themeninsel wird am Freitagabend munter über das Thema Emissionen diskutiert. Foto: Maier Foto: Schwarzwälder Bote

Dotternhausen (mai). In der munteren, oft hitzigen und mitunter auch unsachlichen Diskussion um die Zukunft des Kalksteinabbaus auf dem Plettenberg sowie die Zementproduktion von Holcim in Dotternhausen scheint nun ein Weg zu einem echten Dialog zwischen dem Unternehmen und dessen Kritikern möglich zu sein. Dieses Fazit hat Piet Sellke am Freitagabend als Vertreter des von Holcim mit dem Dialogverfahren beauftragten Unternehmens Adribo im Werkforum gezogen. Deutlich wurde indes nach fast drei Stunden auch, dass viele Frage noch offen sind und zahlreiche Ängste und Sorgen die Menschen umtreiben.

Diese will Holcim, das sicherte Werksleiter Dieter Schillo zu, ernstnehmen. Stärker als bisher wolle das Unternehmen beispielsweise nicht nur über Ergebnisse von Verfahren – wie etwa dem ausstehenden Monitoring zur Erfassung der Emissionen und der Imissionen, sondern über laufende Prozesse informieren. Schillo gab zudem ein Bekenntnis bei einem Thema ab, das viele Dotternhausener sowie die Bewohner der Anliegergemeinden stetig umtreibt: Bis zum Jahr 2027 soll das Werk in Dotternhausen, das bereits heute alle gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte für Luft- und Umweltschaftstoffe einhalte, soweit ertüchtigt werden, dass bei den Emissionen keine sogenannten rohstoffbedingten Ausnahmen bei der Zementproduktion mehr in Anspruch genommen werden müssen. Der Schutz der Umwelt und der Bevölkerung habe für Holcim in Dotternhausen "höchste Priorität".

Schillo warb zudem kräftig für den Standort und hob die Bedeutung der Kalksteingewinnung auf dem Plettenberg hervor. Die geplante Süderweiterung um 8,6 Hektar sei für Holcim überlebenswichtig. Natürlich greife man dadurch in die Natur ein, aber das sei angesichts der Lebensverhältnisse notwendig – Zement, Beton seien gefragte Produkte, und Kalkstein eine unverzichtbare Grundlage. Auf der anderen Seite sei die Rekultivierung der Abbaufläche auf dem Plettenberg für das Unternehmen eine Verpflichtung; diese werde wie das "SchieferErlebnis" ein "Vorzeigeprojekt", so Schillo. Er verwies zudem auf die vielfältige Unterstützung beispielsweise für Vereine in der Region.

Fragen blieben gleichwohl jede Menge. Während die geplante neue Seilbahn offenbar keine großen Bauchschmerzen verursacht, sieht es bei den Themen Ersatzbrennstoffen und Emissionen schon ganz anders aus: Warum werden in der Zementproduktion Ersatzbrennstoffe überhaupt genutzt, und nicht etwa Gas? Was genau wird da verbrannt, und ist das giftig? Und wer prüft, was verbrannt wird? Warum kam neulich angeblich eine lilafarbene Rauchwolke aus dem Schlot? Auch die Rekultivierung auf dem Plettenberg bewegt die Menschen, ebenso die Frage, welche Tiere und Pflanzen dort droben (wieder) heimisch sind.

Die Antworten darauf wollen die Adribo-Mitarbeiter in den nächsten Wochen mit Unterstützung von Holcim sowie Behörden liefern und transparent veröffentlichen. Im Internet unter der Adresse www.dialogverfahren- dotternhausen.de finden sich bereits heute viele Themen.

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