Im Leitstand des Zementwerks wird die Produktion rund um die Uhr überwacht. Foto: Holcim Foto: Schwarzwälder-Bote

Holcim: Zweite Dialogveranstaltung am 16. September

Dotternhausen. "Das kann man so nicht stehen lassen", sagt Werkleiter Dieter Schillo zu den Vorwürfen von Norbert Majer und Renate Ritter von der Bürgeraktion und verweist einmal mehr auf geprüfte Daten und Fakten: Im Zementwerke würden die Grenzwerte eingehalten.

Gleichzeitig setzt die Holcim (Süddeutschland) GmbH ihren Dialog mit interessierten Bürgern fort und lädt für Samstag, 16. September, von 9 bis 16 Uhr in die Festhalle nach Dotternhausen ein. Schillo hofft auf eine rege Beteiligung: "Interessierte erhalten nicht nur von Holcim, sondern auch von externen Experten Infos aus erster Hand." Die Moderation haben Roland Fritz und Piet Sellke.

Die Verantwortlichen im Zementwerk legen laut Schillo Wert darauf, die Vorhaltungen der Bürgeraktivisten richtig zu stellen: "Wir halten die genehmigten Grenzwerte ein", betont Markus Knobelspies, Leiter Umwelt und Energie: So spreche Norbert Majer von einem Schwefeldioxid-Ausstoß von 800 Tonnen pro Jahr – dies wäre allerdings die gesamtzulässige Menge an Schwefeldioxid-Ausstoß für die thermische Aufbereitungsanlage für Ölschiefer. Tatsächlich hätten die Werte im Jahr 2016 bei 6,8 Tonnen pro Jahr aus der Klinkerproduktion und 266,4 Tonnen pro Jahr aus der Aufbereitungsanlage für Ölschiefer gelegen.

Knobelspies: "Das Zementwerk ist auch in Sachen Filter auf aktuellem Stand der Technik, der dafür sorgt, dass die Grenzwerte eingehalten und überwiegend sogar deutlich unterschritten werden." Bereits heute erreiche man 200 Milligramm Stickstoffoxide (NOx) pro Kubikmeter, die ab 2019 für alle deutschen Zementwerke als Grenzwert gelten.

Für wenige Werte lägen Ausnahmegenehmigungen vor, die aufgrund der mineralischen Zusammensetzung des Rohmaterials notwendig und nicht abhängig von der Technik seien. Diese wären laut Knobelspies auch erforderlich, würde Holcim die von Majer gewünschte SCR-Technik einsetzen. Sowohl SCR- als auch SNCR-Anlagen würden dem Stand der Technik entsprechen und von den Genehmigungsbehörden auch so angesehen.

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