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Dotternhausen Rektorin ist Hühnermutter

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Eigene Hühner hat nun die Schlossbergschule Dotternhausen. Von links: Hausmeister Frank Siedler, Till Bayer, Rektorin Heike Gruner, Emily Geiss, Jule Ritter und die Vorsitzende des Fördervereins, Tamara Ritter.Foto: Schatz Foto: Schwarzwälder Bote

Bella, Hedwig, Mogli und Luna heißen die vielleicht schlauesten Hühner im Land. Sie sind geboren in Gruol und leben nun mit sechs weiteren Küken seit ein paar Wochen in einem großzügigen Stall in der Schlossbergschule.

Dotternhausen. Die Idee von Rektorin Heike Gruner, das Projekt "Schulhuhn" zu starten, gilt längst nicht mehr als "ungelegtes Ei". Mit der Unterstützung von Hausmeister Frank Siedler schritt das Vorhaben in den vergangenen Wochen in großen Schritten voran.

Als erste Maßnahme fand der Umbau des Geräteschuppens zum Hühnerstall im Garten der Schule statt. Hierbei legte sich Hausmeister Frank Siedler aus Gruol mächtig ins Zeug, der selbst Geflügelzüchter und Mitglied im Kleintierzuchtverein Gruol ist.

Nach Abschluss der Umgestaltung zogen dann schon bald die zehn Küken in ihr neues Zuhause ein "und werden nun damit zu unseren Schlossberghühnern", so Rektorin Heike Gruner. Die Junghühner entstammen einer Naturbrut und sind vor ein paar Wochen Frank Siedler in Gruol geschlüpft. Siedler ist mit der Haltung und Pflege bestens vertraut. Das Schulprojekt wird mit seiner Hilfe unterstützt.

Bei diesen Hühnern handele es sich um eine sehr farbenfrohe, widerstandsfähige und robuste alte Landhuhnrasse aus Schweden, so der Fachmann. Das "Schwedische Blumenhuhn" erhielt seinen Namen durch sein bunt geschecktes getupftes Federkleid. Keine Henne gleicht der anderen; sie können bestens unterschieden werden. So tauften die Grundschüler auch gleich die Küken, erzählte freudestrahlend Jule Ritter, denen Bella, Hedwig, Mogli und Luna ans Herz gewachsen sind.

Mit ihrem ruhigen und zahmen Charakter seien die "Schwedischen Landhühner" deshalb sehr für den Schulunterricht geeignet, lässt Rektorin Gruner verlauten, wobei die Schulhühner sich mit Sicherheit in dem großen Stall wohlfühlen werden. Eine großzügige Freivoliere wird in Kürze folgen, so dass den Hennen viel Auslaufmöglichkeit in freier Natur zur Verfügung steht.

Der Förderverein mit seiner Vorsitzenden Tamara Ritter, ihrem Stellvertreter Michael Weier und den weiteren Vorstandsmitgliedern Birte Bayer, Bettina Scherer, Sandra Hoch und Anja Pfaff werden die Kosten des Zauns für ein sicheres Außengehege übernehmen.

Das Projekt "Schulhuhn" versteht sich laut Gruner als ein Baustein im Netzwerk des Bildungsplans für die Grundschulen und untermauert die Leitperspektive "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Kernanliegen seien neben der Bereitschaft zum Engagement und zur Verantwortungsübernahme auch das Erlernen von Verantwortungsbewusstsein zum Schutz der Umwelt, erläutert Heike Gruner.

Kontakt mit Tieren verbessert Lernverhalten

Im Umgang mit den Tieren sollen die Kinder die Natur und für eine artgerechte Tierhaltung sensibilisiert werden. Themenfelder wie "Gründe für Tierhaltung am Beispiel der Nutztiere" oder "Vom Ei zum Huhn" werden künftig für die Schüler der Schlossbergschule naturnah erfahrbar. Ein weiterer Schwerpunkt des Vorhabens bezieht sich auch auf die Brut der Eier, so Gruner. Außerdem trage der Kontakt zu Tieren nachweislich zu einer Verbesserung des Lernverhaltens von Kindern sowie zu einer Angstminimierung bei. Beobachtbar seien zudem eine gesteigerte Aufmerksamkeit und eine vermehrte Rücksichtnahme.

Rektorin Heike Gruner, die selbst stolze Hühnerbesitzerin ist, ist sich sicher: "Tiere tun der Seele gut! Wir alle sind voller Vorfreude auf die glücklichen Hühner und erwarten gespannt unsere ersten eigenen Bio-Eier. Für die Bio-Eier in absehbarer Zeit gibt es schon eine Warteliste; sie werden zukünftig von den Schülern verkauft. Hiermit finanzieren wir die Unterhaltskosten wie Futter oder eventuell Tierarztkosten", so Gruner.

Gefüttert werden die Küken von den Schülern. Die Wochenendbetreuung übernehmen Birte Bayer, Tina Pflumm und Tobias Münch.

Neuer Hühnernachwuchs sei auch schon geplant verrät schmunzelnd die Rektorin – der Hahn wartet auch schon. Vielleicht überträgt auch schon bald eine Webkamera live aus dem Käfig ins Klassenzimmer.

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