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Dotternhausen Plettenberg nicht in Hände eines Konzerns

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Die Erörterung zum Kalksteinabbau auf dem Plettenberg hat gezeigt, wie wichtig die Ausgleichsflächen und Ökopunkte für die geplanten Eingriffe in die Natur sind. Ohne diese Ausgleichsflächen von 100 Hektar gibt es keine Genehmigung für den weiteren Kalksteinabbau.

Zu welchen Bedingungen die Flächen dem Konzern von der Gemeinde zur Verfügung gestellt wurden, konnte weder in der Ratssitzung am 22. Mai, noch bei der Erörterung entnommen werden. Ausgleichsflächen in dieser Größenordnung werden zwischen einer und fünf Millionen Euro entschädigt. Holcim soll diese kostenlos erhalten. Die Gemeinde könnte diese Einnahmen dringend gebrauchen.

Einzelheiten dazu sind neben anderen Inhalten im zwölften Zusatzvertrag festgelegt worden. Sowohl Bügermeisterin Adrian als auch die Räte behaupten, ein hervorragendes Ergebnis erzielt zu haben. Dies muss bezweifelt werden.

Deshalb ist es dringend erforderlich, den Inhalt des Zusatzvertrags bekannt zu machen. Das öffentliche Interesse überwiegt alle Gründe der Geheimhaltung. Durch eine Veröffentlichung des elften und zwölften Zusatzvertrags könnten auch die dazu gemachten Aussagen der Gemeindeverantwortlichen überprüft werden.

Die Verantwortung für die Natur darf nicht LafargeHolcim überlassen werden. Wiederholt haben die Vertreter des Konzerns erklärt, den Plettenberg mit dem maximal möglichen Abbau und ohne Rücksicht und Zugeständnisse an die Natur zu beanspruchen.

Die Menschen, die sich dagegen wehren, möchten den noch vorhandenen Teil der Plettenberghochfläche erhalten. Sie tun damit dasselbe, was Umweltschützer in der Schweiz, dem Standort des Konzerns, mit den betroffenen Gemeinden machen: Widerstand leisten gegen die Erweiterung von Steinbrüchen an landschaftlich besonderes herausragenden Standorten. Dabei zeigt sich, dass die Schweizer Genehmigungsbehörden die Erhaltung von Natur und Landschaft höher bewerten als die Interessen der Aktionäre.

Ich hoffe, dass das Landratsamt bei der Prüfung des beantragten Abbaus und des Zusatzvertrags die Stellungnahmen und Einwendungen zur Süderweiterung berücksichtigt. Die Menschen aus der ganzen Region hoffen und erwarten dies, auch im Interesse der kommenden Generationen.

Anton Scherer

Dotternhausen

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