Bei der Schlüsselübergabe (von links): die Vorsitzende der Narrenzunft, Sonja Koch, Bürgermeisterin Marion Maier, Kathrin Pontarollo im Mondstupferhäs und der ehemalige Amtsverweser Alfons Kühlwein. Foto: Schatz Foto: Schwarzwälder Bote

Fasnet: Mondstupfer übernehmen den Rathausschlüssel / Zunftführung ruft zur "Narretei zu Hause" auf

Dotternhausen. Am Schmotzigen Donnerstag haben die Mondstupfer die Macht im Rathaus übernommen und die neue Bürgermeisterin Marion Maier abgesetzt.

Nach der Absage der närrischen Präsenzveranstaltungen zeigte sich die junge Führungsmannschaft um Sonja Koch, Silke Ritter und Kathrin Pontarollo mit zahlreichen Ideen kreativ. Begonnen wurde der Tag mit der virtuellen Schülerbefreiung. Außerdem rief das Team die Ortsfasnet@Home mit einem Video aus. "Als Mondstupfer blutet einem das Herz", sagte Pontarollo, "doch auch wir haben Verständnis für alle Einschränkungen. Es geht um die Gesundheit und das Leben aller Menschen."

Die beiden Zunft-Vorsitzenden Koch und Pontarollo betonten nach der Stürmung des Rathauses: "Nun haben wir das Sagen. Wir schauen nun nach dem Rechten und feiern die Mondstupferfasnet@Home, denn wir haben diese in unseren Herzen." Koch rief die Narren dazu auf: "Macht Fasnet mit Abstand und verbreitet Fasnetsstimmung zuhause. Wir schnallen den Gürtel enger und hoffen auf ein närrisches Jahr 2022." Zunächst zeigte sich die Bürgermeisterin mit dem ehemaligen Amtsverweser Alfons Kühlwein eher traurig über die Amtsenthebung. Doch auch Maier plädierte mit einem dreifachen "Mond–Stupf: "s’isch wieder so weit, es beginnt die Fasnetszeit. Corona macht alles he, s’kennt doch sei so schee. Dieses Jahr geit’s wenig Narratei, dafür leerat mir uns viel Kaffee nei. Gschäft hend mir gnuag. Kaum han i zom Rathaus da Schlissl, wird er mir stürmisch entrissa. Aber deswega tu ich nicht verzaga, denn liebe Narra lassat eich saga. Jetzt isch des euer Gschäft, für euch wird des sicher kei Fescht."

So musste Maier nach kurzer Regierungszeit den Chefsessel schon wieder räumen und hatte keine andere Wahl, als den Mondstupfern den goldenen Rathausschlüssel zu übergeben.

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