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Dotternhausen Modernisierung der Holcim-Seilbahn startet

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Der Helikopter holt die Bauteile vom Werksgelände ab und fliegt sie zur Seilbahn am Plettenberg. Foto: Frey

Dotternhausen - Die Seilbahn in Dotternhausen, die über die B 27 auf Höhe des Zementwerks führt, wird modernisiert. Am gestrigen Montag kam dabei ein Schwerlast-Helikopter zum Einsatz, der die alten Masten durch die neuen ersetzte. Im November soll die neue Seilbahn den Betrieb aufnehmen.

Es ist für die Werksangehörigen des Zementwerk Dotternhausen ein ganz besonderer Tag: Bei bestem Wetter können sie dem Schwerlast-Helikopter vom Typ Kamov KA 32 A11 BC dabei zuschauen, wie er immer im Wechsel die alten Masten abtransportiert und die neuen Masten zur Seilbahn hinüber bringt. "Der Hubschrauber kann bis zu fünf Tonnen tragen, das ist schon enorm", schwärmt Projektleiter Gerald Massini. Seit den frühen Morgenstunden ist der Heli in der Luft. Insgesamt 60 Mal wird er hierfür die Strecke hin und zurück fliegen.

Wanderer werden auf andere Wege gelotst

Solche Massen zu bewegen verbraucht eine Menge Kerosin, erklärt ein Werksangehöriger: Alle 45 Minuten muss der Hubschrauber daher neu betankt werden - mit 750 Litern Kerosin. Eigentlich würde er deutlich mehr tanken können, aber das Gewicht wird eingespart, um die bis zu 4,9 Tonnen schweren Masten transportieren zu können. Insgesamt 16 neue Stützen soll es geben.

Sicherheit sei das oberste Gebot bei einem solchen Unterfangen, betont Massini. "Immer wenn der Helikopter Last am Hacken hat, muss darunter frei sein." Das hat zur Folge, dass die B 27 den Großteil des Tages durch ein Ampelsystem und zusätzlichen Barrieren gesteuert wird. Darüber hinaus sind Dutzende Ehrenamtliche im Einsatz. Sie besetzen insgesamt 40 Sicherheitspositionen und überwachen, ob alles abläuft wie geplant. Auf dem 66 Meter hohen Silo auf dem Werksgelände stehen Mitarbeiter der Flugsicherung, die das Geschehen mittels Ferngläsern genau überwachen und die jeweiligen Starts und Landungen steuern. Auch die Feuerwehr ist vor Ort. Aus Sicherheitsgründen werden darüber hinaus bis Ende Oktober die Wanderer am Plettenberg auf andere Wege gelotst.

In Zukunft können mit der Seilbahn auch Personen transportiert werden

Ziel des ganzen Projekts ist es die Seilbahn zu modernisieren. Holcim investiert hierfür rund zwölf Millionen Euro.

Die neue Seilbahn erhält aber nicht nur neue Masten, sie wird auch nach Personensicherheitsstandards gebaut. Das bedeutet, dass in Zukunft auch Personen transportiert werden können. Als Beispiel nennt Massini das Sicherheitspersonal, welches jeden Morgen auf den Berg gebracht werden muss. Massini betont, dass die Privatsphäre der angrenzenden Gärten hierbei nicht verletzt werde: "Solange sich die Gondel über den Gärten befindet, schließen sich automatisch die Rollos."

Die neue Seilbahn wird über 134 Loren verfügen und hat eine Förderkapazität von 450 Tonnen pro Stunde. Die Berg- und Talstation werden am selben Ort bleiben - im Innern allerdings völlig umgebaut. "Die neue Seilbahn bringt uns mehr Sicherheit und Nachhaltigkeit", freut sich Massini. Die Bremsenergie der vom Berg ins Tal führenden Loren wird für die Erzeugung von CO2-freien Strom genutzt.

Die letzte Fahrt der alten Seilbahn fand am 3. September statt. Der Regelbetrieb der neuen Seilbahn ist ab dem 2. November 2020 geplant.

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