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Dotternhausen "Moderne Filter statt Seilbahn"

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Dotternhausen. Zur Holcim-Dialogveranstaltung nehmen die Vorsitzenden des Vereins NUZ, Norbert Majer, Siegfried Rall und Bernd Effinger, Stellung: "Die Menschen, die Luftschadstoffe einatmen müssen, wollen neue Filter statt einer neuen Seilbahn", betonen sie.

Der Dialog habe vieles ans Licht gebracht, was als unwahre Behauptungen und falsche Forderungen den Bürgerinitiativen unterstellt worden sei. Der Holcim-Verantwortliche habe gesagt, dass die ab 1. Januar 2019 geltenden gesetzlichen Grenzwerte (seit 2013 bekannt) ohne Ausnahmeregelungen erst ab 2027 eingehalten werden sollen. Wörtlich heißt es von NUZ: "Gleichzeitig behauptete er, dass sich durch eine SCR-Filteranlage keine Reduzierung von ›Cgesamt‹, Bündel vieler Giftstoffe, ergibt; und sein Mitarbeiter, dass etwa gleich viel Ammoniak für beide Anlagen benötigt werden. Auch die SCR-Luftreinigung löse nicht alle Probleme." Laut amtlichen Unterlagen, Eckpunktepapier des Bund-/Länderausschusses, das Holcim bekannt sei, könnten mit SCR mehrere Schadstoffe um bis zu 60 Prozent reduziert werden. Dies sei, auch aus amtlicher Sicht, Stand der Technik. Nur wenn andere Verfahren die gleiche Wirkung zeigten, könnten diese eingesetzt werden. Katalysatorische Reinigungen lösten nicht alle Probleme, halbierten aber viele Schadstoffe, und es gebe auch noch Entschwefelungs- oder Aktivkohlefilteranlagen.

In der Schweiz, so die NUZ-Vorsitzenden, würden in Holcim-Werken solche Anlagen eingesetzt. In die Schweiz würden rund zwei Drittel der Schieferabbrände gehen. Dort könne dadurch erheblich Kalkstein und Strom eingespart werden: "Die Luftverschmutzungen müssen wir ertragen. Gewaltige Mengen."

Die Bevölkerung habe einen Anspruch darauf, dass schnell gehandelt werde, nicht erst in zehn Jahren. Nicht nachzuvollziehen sei, wenn Holcim-Sprecherin Sabine Schädle erkläre, durch SCR gebe es wegen des höheren Energieverbrauchs zusätzliche 7700 Tonnen Schadstoffbelastungen und damit schlechtere Werte. Auf die Kosten für die Anlagen komme es Holcim nicht an. Das Nutzenverhältnis spreche gegen die SCR Anlage.

"Wer zieht welchen Nutzen?", fragt NUZ. Natürlich benötigten bessere Filteranlagen auch mehr Strom. Wenn man demgegenüber aber 50 Prozent an Stickoxiden und viel Ammoniak einsparen könne und keine Ausnahmen von gesetzlichen Grenzwerten mehr benötige, sei dies ein geringer Mehraufwand und verhältnismäßig. Die noch höheren Belastungen durch die Schieferverbrennung würden einfach übergangen.

Weiter betonen die drei Vorsitzenden, dass der Verein "so langsam am finanziellen Scheideweg" stehe, weil man nur noch in Gerichtsverfahren verwickelt werde. Wenn der öffentliche Druck nicht erhalten bleibe und die Bevölkerung den Verein nicht unterstütze, "werden wir bald unsere Bemühungen begraben müssen".

 
 
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