Dotternhausen. Der Einsatz von Glas als Ersatzrohstoff im Zementwerk kann starten. Das Regierungspräsidium Tübingen (RP) hat die Umsetzung der immissionsschutzrechtlichen Änderungsgenehmigung vom 27. Mai 2019 angeordnet. Damit ist die aufschiebende Wirkung, die Siegfried Rall mit seiner Klage gegen den Einsatz von Glasabfällen beim Verwaltungsgericht erreichen wollte, außer Kraft. Die Änderungsgenehmigung umfasst den Einsatz von Glasabfällen im Kalzinator als Ersatzrohstoff in der Zementklinkerproduktion. Das RP begründet den sofortigen Vollzug des Genehmigungsbescheids damit, dass durch die stoffliche Verwertung der Glasabfälle natürliche Ressourcen eingespart würden und eine Deponierung nicht nötig werde. Glasabfälle seien im Abfallkatalog als nicht gefährlich eingestuft. Weiter heißt es: "Nachweislich der Einzelmessungen werden mit Glasabfällen keine höheren Luftschadstoffemissionen verursacht, die den Kläger in seiner Gesundheit gefährden könnten."