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Dotternhausen Entwicklungsplan 2037 dient als roter Faden

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Bürgermeister-Kandidatin Marion Maier hat vom Schulberg aus ganz Dotternhausen im Blick. In Händen hält sie ihr Konzept "Dotternhausen 2037: Ein Entwicklungskonzept für die Gemeinde", das alle kommunalen Aspekte umfasst und zusammen mit Gemeinderat und Bürgern verwirklicht werden soll. Foto: Visel Foto: Schwarzwälder Bote

In vielen Gesprächen mit den Bürgern hat Bürgermeister-Kandidatin Marion Maier eine "positive Resonanz" auf ihre Bewerbung gespürt. Sollte sie gewählt werden, hat sie mit dem "Konzept Dotternhausen 2037" schon einen "roten Leitfaden" für die weitere Entwicklung der Gemeinde ausgearbeitet.

Dotternhausen. Aber auch als Bürgermeisterin würde die 47-Jährige weiter in Gruol wohnen bleiben – "im Eigenheim, das auf einem Grundstück meines Opas steht". Der Wohnort, sagt sie, habe nichts mit der Qualität der Arbeit des Bürgermeisters zu tun. Zudem sei die Residenzpflicht abgeschafft worden.

Bedenken, dass sie es nach den Vorgängen um Monique Adrian als Kandidatin in Dotternhausen besonders schwer haben könnte, hat sie nicht: "Es kommt nur auf die Person und auf deren Qualifikation und Kompetenzen an, nicht auf den Vorgänger. Nicht alle Menschen sind gleich – weder Frauen, noch Männer." Klar ist für sie jedoch: "Wenn ich nicht gewählt werde, endet meine Abordnung vom Landratsamt zur Gemeindeverwaltung zum Ende des Jahres."

Seit einigen Tagen schon verteilt Maier ihren Wahlflyer in der Gemeinde. Auch das Vorstellungsvideo für die Homepage der Gemeinde ist fertig. Eine Wahl-Homepage hat sie nicht; dafür ist sie im Internet auf Instagram und Facebook präsent.

Als "roten Faden" für den Wahlkampf und für eine spätere Arbeit als Bürgermeisterin hat Maier den "Entwicklungsplan Dotternhausen 2037" ausgearbeitet: "Schon die Jahreszahl zeigt, dass es mir um ein langfristiges Engagement in Dotternhausen geht. Zwei Amtsperioden sind mindestens nötig, um einen solchen Plan auszuarbeiten und durchzuführen." Dabei setzt die Diplom-Verwaltungswirtin und Dozentin an der Verwaltungsschule Baden-Württemberg auf die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat, den Bürgern, Vereinen und Betrieben: "Alle sollen dabei ihre Wünsche, Ideen und Visionen einbringen."

Als Grundlage dienten aktuelle Ist-Kennzahlen der Gemeinde, auf Basis derer die Betreuungsplätze für Kinder, die Zahl der benötigten Bauplätze oder der Wohnungen für Senioren berechnet werden könnten. Dann müssten alle Ideen und Vorschläge gesammelt und priorisiert werden. Mit im Vordergrund stünden dabei die Nahversorgung und Infrastruktur. Um ein solches Konzept jedoch erfolgreich umsetzen zu könne, bedürfe es einer genauen Finanzplanung und der Ausschöpfung von Fördermöglichkeiten. Maier befürwortet daher, dass Dotternhausen beantragen hat, ins Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum aufgenommen zu werden.

Neben diesem langfristigen Plan will Maier zunächst "ein starkes Rathausteam" aufbauen und Verwaltungsfachkräfte vor Ort ausbilden. Hinsichtlich der Neuausrichtung der örtlichen Verwaltung spricht sich die Kandidatin dafür aus, die Aufgaben der Kämmerei an den Verwaltungsverband zu übertragen, wobei die Gemeinde die finanzielle Souveränität nicht abgeben würde. Auch einen Verbandsbaumeister sieht Maier positiv: "Da kann man Synergieeffekte nutzen und sich gleichzeitig an die vertraglichen Grundlagen halten."

Dann stehe der Neubau des Bauhofs an; dessen bisherige Unterkunft könnte dann die Feuerwehr nutzen: "So schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe." Oben auf der Agenda stehen auch der Neu- oder Erweiterungsbau des Kindergartens mit weiteren Betreuungsmöglichkeiten und die Ausweisung neuer Wohl- und Gewerbegebiete. Dabei gelte es auch, die Leerstände und Baulücken zu nutzen. Weitere Themen seien der Ausbau des ÖPNV, Wohnangebote für Senioren, die ärztliche Versorgung, die Unterstützung der Vereine, und die Einbeziehung von Jugendlichen – etwa durch einen Jugendgemeinderat oder ein anderes Gremium: "Wenn dafür ein Interesse besteht."

Und dann ist da noch das Zementwerk. Maier: "Holcim ist nicht Dotternhausen, und Dotternhausen ist mehr als Holcim." Sie sieht diese Firma "als Arbeitgeber wie jeden anderen auch". Die Gemeinde sei für die Überwachung des Werks nicht zuständig. Man müsse sich aber austauschen und im Gespräch bleiben. Dies gelte aber nicht nur für Holcim: Ihr schweben regelmäßige Treffen mit den örtlichen Unternehmern vor, um auch deren Wünsche, Bedürfnisse und Ideen aufgreifen zu können. Maier: "Ich will alle Bürger mitnehmen und alle gleich behandeln."

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