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Dotternhausen Einmaliges Reservat für gefährdete Geschöpfe

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Lest keine Zeitung mehr! Ihr tötet den Wald! Gewiss, jeder Vergleich hinkt, auch dieser: Der Wald, und damit das Papier, wächst nämlich nach. Der Plettenberg aber leider nicht.

Die Sorge der Betroffenen ist, dass da jemand mit diesem einmaligen Kleinod der Schwäbischen Alb umgeht, als hätte er ein solches gleich noch mal unten im Keller – hat es aber leider nur nicht.

Natürlich braucht jeder den Zement zum Häuslesbau, gar keine Frage. Und dagegen wird sich wohl auch kein vernünftiger Zeitgenosse wehren, auch nicht gegen all’ die vielen ehrbaren Leute, die Zement herstellen. Das alles ist ja auch gar nicht das Problem. Jedoch: Der Plettenberg ist nämlich gar kein monolithisches Massiv, sondern ein in Jahrmillionen aufgebautes, wohlgeordnetes und daher aber eben auch ein zerbrechliches Gebilde von Gesteinsformationen aus dem Jurameer. Und der Malm, diese obere Deckschicht aus Massenkalk, die da so unbekümmert abgebaut und zu hochwertigem Ölezement zerbrannt wird, sie ist wie der Deckel auf dem Topf: Wer den Deckel unbedacht und unmäßig lupft, verbrüht sich und anderen die Finger.

Der Plettenberg ist eben nicht nur Mutter Erde; die liefert allenfalls Lehmziegel und Dachbedeckung. Unser Plettenberg ist ein einmaliges Reservat und Refugium für diese durch solch extremen, unbedachten Raubbau an dieser einmaligen Landschaft hoch gefährdeten Geschöpfe auf den Roten Listen. Umweltnutz und Umweltschutz dürfen doch kein Widerspruch sein. Platz müsste eigentlich für alle sein, für den Zementkübel wie auch für die Heidelerche.

Wilhelm Isert | Balingen

 

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