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Dotternhausen Die "große Herausforderung" angenommen

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Ein Willkommensschild und ein bunter Blumenstrauß stehen auf dem Schreibtisch: Amtsrätin Marion Maier, vom Landratsamt abgeordnet, hat am Dienstag ihre Arbeit als Hauptamtsleiterin im Dotternhausener Rathaus aufgenommen. Amtsverweser Alfons Kühlwein (links) und der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Wochner freuen sich über die nahtlose Wiederbesetzung der Stelle nach dem Weggang von Melanie Engesser.Foto: Visel Foto: Schwarzwälder Bote

"Das ist ein guter Tag für Dotternhausen", sagt Amtsverweser Alfons Kühlwein. Mit Marion Maier ist die Stelle der Hauptamtsleiterin nach dem Weggang von Melanie Engesser nahtlos wieder besetzt worden. Sie ist zunächst bis 31. Dezember vom Landratsamt abgeordnet, könnte aber auch länger bleiben.

Dotternhausen. Engesser hatte, wie berichtet, gekündigt und war offiziell bis Ende August bei der Gemeinde angestellt, wenngleich sie bereits seit einem Monat urlaubsbedingt nicht mehr im Rathaus ist.

"Wir mussten schnell reagieren", betont Kühlwein. Daher habe er einen Hilferuf Richtung Landratsamt gesendet. "Landrat Günther-Martin Pauli hat rasch reagiert", freut sich Kühlwein. Gemeinsam mit ihm begrüßte der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Wochner die neue Hauptamtsleiterin an ihrem ersten Arbeitstag mit einem Blumenstrauß: "Wir freuen uns, eine so erfahrene Verwaltungsbeamtin bei uns zu haben", betonte Kühlwein, der Marion Maier auch dafür dankte, mit der Abordnung ins Obere Schlichemtal sofort einverstanden gewesen zu sein.

Die 47-jährige Marion Maier, die in Gruol wohnt, ist vom Landratsamt nach Dotternhausen abgeordnet worden. Die Amtsrätin war seit 1997 zunächst 16 Jahre lang beim Sozialamt beschäftigt, wo sie mehrere Projekte begleitet hat, unter anderem den Pflegestützpunkt. 2014 wechselte sie zum Rechnungsprüfungsamt, deren stellvertretende Leiterin sie ist. "Ich werde aber öfter fehlen", verwies Maier auf ihre zusätzlichen Tätigkeiten. So ist sie Dozentin an der Verwaltungsakademie in Stuttgart und unterrichtet zudem an der Außenstelle der Verwaltungsschule bei der Kreisverwaltung.

Maier ist zunächst bis Ende des Jahres nach Dotternhausen abgeordnet. Kühlwein hofft allerdings, dass sie noch länger in der Gemeinde bleiben wird – zumindest so lange, bis der neue Bürgermeister sein Amt angetreten und sich etwas eingearbeitet hat. Kühlwein: Wir wollen sie davon überzeugen, dass ihr jetziger Arbeitsplatz im Dotternhausener Rathaus der beste ist." Maier lacht und fügt hinzu: "Das Büro ist zumindest doppelt so groß wie das im Landratsamt."

Als Hauptamtsleiterin vertritt sie den Amtsverweser. Zunächst sei sie mit Personalfragen befasst. So muss eine Stelle im Bürgerbüro neu besetzt werden. "Es gibt viele und gute Bewerber, die teilweise auch aus der Gemeinde kommen", informiert Kühlwein. Für Wochner ist dies auch ein "positives Zeichen" dafür, "dass in der Gemeinde nach den Vertragsabschlüssen mit Holcim so langsam wieder Ruhe einkehrt". Zudem steht innerhalb der Gemeindeverwaltung eine Stellenbewertung an – so für die Bereiche Kindergarten und Bauhof. "Auch das zeigt, dass wir Veränderungen positiv angehen wollen."

In diesem Zusammenhang sollen auch die Strukturen im Rathaus überarbeitet werden. Nach der Kündigung von Ortsbaumeister Roland Mertes, der noch bis Ende September in Dotternhausen ist, aber auch darüber hinaus aushelfen will, wenn Not am Mann ist, soll zusammen mit der Rechtsaufsicht und dem Gemeindeverwaltungsverband Oberes Schlichemtal geklärt werden, ob das Bauamt sowie die Kämmerei künftig beim Verband angesiedelt werden. Im Dotternhausener Gemeinderat habe man darüber schon diskutiert, das Thema werde auch demnächst im Verband behandelt, sagt Wochner. Damit würde ein seit Jahrzehnten rechtlich nicht einwandfreier Zustand beendet.

Marion Maier jedenfalls hat sich von alldem nicht abschrecken lassen, das Hauptamt in Dotternhausen zu übernehmen. Im Gegenteil: "Ich sehe das als eine großer Herausforderung an. Es wird nicht alles so heiß gegessen, wie es gekocht wird."

Sie könne sich jedenfalls "voll auf die Unterstützung des Amtsverwesers und des Gemeinderats verlassen", bestätigen Kühlwein und Wochner: "Wir freuen uns, dass wir jetzt eine sinnvolle Lösung gefunden haben." Gemeinsam wolle man die anstehenden Probleme lösen, die zurückliegenden Turbulenzen vergessen und zuversichtlich in die Zukunft blicken. In diesem Zusammenhang verweist Kühlwein darauf, dass durch die Holcim-Verträge die "finanzielle Lage Dotternhausens für die nächsten Jahre gesichert" sei. Um aber die großen Aufgaben, die in der Gemeinde anstehen, bewältigen zu können, bedürfe es der kompletten Mannschaft im Rathaus. Kühlwein: "Ein erster, wichtiger Schritt ist jetzt gemacht."

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