Kommunales: Die Mediatoren Roland Fritz und Piet Sellke nehmen Stellung zu Holcim-Dialogverfahren

Dotternhausen. In einem offenen Brief nehmen die Holcim-Mediatoren Roland Fritz und Piet Sellke Stellung zu den Darstellungen der Bürgeraktion. Diese hatte kritisiert, dass dieses Dialogverfahren kontraproduktiv sei (wir haben berichtet).

"Nur was gesagt wird, kann auch gehört werden", betonten die Mediatoren. Mediations- und Dialogverfahren seien kein Gegensatz: Ein Grundsatz der Mediation sei, dass die behandelten Themen und die Akteure den Konflikt tatsächlich abbilden. Sei dies der Fall, könne unter Austausch der unterschiedlichen Interessen ein Gewinn für alle Seiten erreicht werden. Naturgemäß sei diese Form der Konfliktlösung auf einen kleineren Kreis abgestimmt.

Die Dialogveranstaltung hingegen gebe allen Bürgern die Möglichkeit, sich Gehör zu verschaffen. Unabhängig davon, ob es organisierte Interessen seien oder Einzelmeinungen: Jede Meinung sei wichtig und solle einbezogen werden, ganz gleich welche inhaltliche Position bezogen werde. Die gesammelten Punkte würden, soweit nicht unmittelbar geschehen, in einer zweiten Veranstaltung beantwortet werden.

Fritz und Sellke betonen weiter: "Wenn die Bürgerinitiative und die Gemeinderäte mit Hilfe eines Mediators ins Gespräch kommen, kann das für das Dialogverfahren nur positiv sein: Wir begrüßen das."

Umgekehrt sei es kein Schaden für eine Mediation zwischen bestimmten Akteuren, wenn Bürger miteinander und mit der Firma Holcim in die Diskussion gehen. Alle Bürger seien aufgefordert, die Chance eines Gesprächs mit dem Unternehmen wahrzunehmen und ihre Sorgen und Hoffnungen darzulegen.

Die Nichtteilnahme am Dialogverfahren bedeutet laut den Mediatoren Roland Fritz und Piet Sellke "eine wichtige Mitwirkungsmöglichkeit zu versäumen".

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