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Dotternhausen Bodenmonitoring dauert drei Jahre

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Ein Mitarbeiter der Dekra richtet die Messtellen ein. Foto: Holcim Foto: Schwarzwälder Bote

Wie wirken sich die Abgasemissionen des Zementwerks und von anderen Emittenten auf die Böden aus? Dieser Frage gehen das Bodenmonitoring und die Depositionsmessungen nach.

Dotternhausen. Diese Themen waren auch bei den Dialogveranstaltungen von Holcim angesprochen worden. Untersucht wird, ob und in welcher Menge Thallium, Quecksilber, Cadmium, Nickel, Arsen, Blei, Chrom, der organische Kohlenstoff im Boden sowie der pH-Wert in Folge der Abgasemissionen des Zementwerks in den Böden der Nachbargemeinden festzustellen sind. Mit der Ausführung des Monitorings ist die Dekra beauftragt worden.

"Jetzt haben wir ein schlüssiges Konzept und können loslegen", sagt Markus Knobelspies, Leiter Umwelt im Zementwerk. Die Untersuchungen umfassen zwei Teilbereiche: die Bodenbeobachtung und die Depositionsmessungen. Zur Bodenbeobachtung: Die Referenzmessung fand am 19. Mai statt. Die Folgebeprobung mit einem Bericht, der die Untersuchungen beschreibt und die Ergebnisse auswertet, erfolgt nach drei Jahren. Nach fünf Jahren wird es Wiederholungsmessungen. Drei Messstellen im Radius von rund fünf Kilometern ums Werk sind eingerichtet worden.

Die Depositionsmessung startet noch im Mai. Alle drei Monate werden die Zwischenergebnisse gesichtet. Maßgebend ist der jährliche Kurzmessbericht. Er dokumentiert die Messpunkte und stellt die Messergebnisse dar. Die Immissionswerte werden anhand der Gesetzesverordnung TA Luft beurteilt.

Bei den Beurteilungswerten für die Deposition handelt es sich um Jahresmittelwerte, weshalb eine Bewertung der Messergebnisse formal erst nach Ende eines jeden Messjahres möglich ist. Der Abschlussbericht erfolgt nach drei Jahren.

Elf Messstellen sind eingerichtet. Sie sind bei den drei Bodenbeachtungsflächen und neben der B 27 sowie nahe am Zementwerk und weiter entfernt. Außerdem gibt es Stationen in den Gemeinden Schömberg, Dotternhausen, Dormettingen und Erzingen. "Auch wenn die Landesanstalt für Umwelt (LUBW) sowie das Landesamt für Geologie (LGRB) bereits die natürlichen Grundgehalte in Böden und Ausgangsgesteinen ermittelt haben, führen wir das Monitoring ergänzend durch", so Werksleiter Dieter Schillo. Der Schwarze Jura besitze einen von Natur aus hohen Grundgehalt an Schwermetallen. In einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Tübingen vom April 2017 heißt es: "Die Ergebnisse spiegeln die bekannten, relativ hohen Werte natürlichen Ursprungs wider. Eine Gefahr für die menschliche Gesundheit ist nicht zu erwarten."

Der Dormettinger Bürgermeister Anton Müller begrüßt, dass das Ganze auf den Weg gebracht sei: "Die Forderung nach einem Bodenmonitoring besteht schon seit mehr als zehn Jahren. Wir setzen dabei große Hoffnungen auf eine Versachlichung der kontrovers geführten Diskussionen."

Zu den beteiligten Parteien hat Holcim einen Referenzbürger hinzugezogen. Dabei handelt es sich um einen Bürger, der seitens der Gemeinde Dormettingen vorgeschlagen wurde. Er begleitet das Vorgehen.

Schillo: "Der Einbezug eines Referenzbürgers ist bei den Dialogveranstaltungen als Idee entstanden. Es ist eine weitere Maßnahme, um Transparenz zu leben und das Vertrauen weiter zu stärken."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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