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Dotternhausen Auch Politiker im Land können noch etwas lernen

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Mit der bundesweit tätigen Zementindustrie mit ihren Großfeuerungsanlagen stehen Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg vor außerordentlichen Umweltbelastungen.

Alleine die Firma Holcim in Dotternhausen setzt täglich ca. 600 Tonnen Müll, sogenannte Ersatzbrennstoffe, ein.

Mit der Herausforderung, den Schadstoffausstoß technisch zu beherrschen, zeigt sich die Leistungsfähigkeit der Betriebe und damit die unterschiedliche Leistungsfähigkeit der Spitzenpolitiker in den Bundesländern. So berichtet das Zementwerk "Opterra" in Sachsen-Anhalt über die vorbildliche innovative

Fähigkeit, wie die vom Gesetzgeber aktuell vorgegebenen Luftschadstoffgrenzwerte zukünftig eingehalten werden. Für die Abgasreinigung hat das Unternehmen im ersten Halbjahr 2019 rund 23 Millonen Euro investiert.

In Baden-Württemberg hingegen erhält das Holcim-Unternehmen in Dotternhausen für überhöhten Schadstoffausstoß langfristige Ausnahme-Genehmigungen von den Behörden und Landespolitikern. Für den Konzern Holcim/Lafarge gilt offenbar der Grundsatz "Profit vor Gesundheit der Bürger", dem sich die Spitzenpolitiker in Baden-Württemberg offensichtlich angeschlossen haben. Natürlich muss die Fürsorgepflicht gegenüber den eigenen Mitarbeitern einbezogen werden.

Der Konzernbereich Holcim-Süd wurde noch 2018 kurioserweise von Umweltminister Untersteller für besonders umweltfreundliches Verhalten ausgezeichnet.

Ministerpräsident Kretschmann kämpft mit seinen Mitstreitern seit 20 Jahren erfolglos gegen die Macht der Zementindustrie in Baden-Württemberg zu Umweltthemen. Der Slogan "Wir können alles außer Hochdeutsch" trifft für die hier in der Sache politisch Verantwortlichen nicht mehr zu.

Zu empfehlen wäre den Herren Kretschmann und Untersteller sowie der Wirtschaftsministerin

Frau Hoffmeister-Kraut eine Informationsreise nach Sachsen-Anhalt. Unter der Leitung von Bundesumweltministerin Schulze könnte ein Informationsgespräch mit den dortigen verantwortlichen Politikern sinnvoll sein, mit dem Ziel, Know how für politisches Handeln nach Baden-Württemberg zu holen, um damit endlich der politischen Verantwortung gerecht zu werden, die Gesundheit der Bürger im Zollernalbkreis zu schützen.

Helmut Gimbel

Dotternhausen

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