Die Arbeiten an der Holcim-Seilbahn zur Minimierung der Geräusche gehen weiter.Foto: Visel Foto: Schwarzwälder Bote

Wirtschaft: Holcim nimmt Hersteller in die Pflicht / Firma dankt den Anwohnern für ihr Verständnis

Dotternhausen. Die Holcim (Süddeutschland) GmbH wird das Projekt "Seilbahn-Umbau" mit ins Neue Jahr nehmen. Werksleiter Dieter Schillo hatte bereits im November angekündigt, dass es mehr Zeit benötige als geplant, um die Seilbahn in den Regelbetrieb zu bringen.

Zwar sei es gelungen, die Geräuschkulisse zu reduzieren, allerdings längst noch nicht zur Zufriedenheit des Unternehmens und der Anwohner. Davon abgesehen entspreche der Betrieb der Seilbahn bei weitem noch nicht dem, was Holcim benötige und erwarte, betonte Schillo.

Daher finden weiterhin Anpassungsarbeiten an der Seilbahn statt. Diese dienen dem besseren Betrieb, der höheren Sicherheit und der weiteren Lärmminderung. Schillo: "Unter anderem werden die Sicherheitsverriegelungen verändert, da wir am Samstag mit einer Lore Material verloren haben, weil sie den Neigungswinkel verändert hat, also zur Seite hin leicht gekippt ist. Um während dieser Arbeiten jegliches Risiko auszuschließen, wird als Vorsichtsmaßnahme ab sofort bis voraussichtlich Ende Januar die Seilbahntrasse zur Kenntlichmachung gesperrt."

Das heißt, im Bereich des Schutzstreifens unterhalb der Seilbahn wird mit Flatterband und einem Weidezaun abgegrenzt. Die Straßen, Waldwege und Wanderwege bleiben zugänglich und werden mit entsprechenden Hinweisschildern versehen. Schillo: "Wir sind zuversichtlich, bis voraussichtlich Ende Januar die Absperrung wieder zurückbauen zu können, und werden die Fläche ordentlich hinterlassen."

Schillo führt weiter aus, dass zur Eindämmung der Geräusche verschiedene Maßnahmen ergriffen worden seien: "Nicht alle waren erfolgreich." Zuletzt wurde am vergangenen Freitag die Stütze 8, die nahe der Wohnbebauung ist, bis in eine Höhe von 2,5 Metern mit Splitt befüllt. "Davon versprechen wir uns eine spürbare Verbesserung der Geräuschkulisse. Wir nehmen bei diesem wie auch bei anderen Themen den Hersteller in die Pflicht", führt der Werksleiter aus.

Nachdem die Seilbahn seit Montag kaum gelaufen sei, lasse sich noch nichts über den Erfolg dieser Maßnahme sagen. An diesem Thema werde jedoch kontinuierlich weitergearbeitet – auch mit der Hilfe von zusätzlichen Experten. Holcim hat laut Schillo einen externen Schall-Spezialisten hinzugezogen, der im Januar seine Arbeit aufnehmen wird.

Mit den Seilbahn-Anwohnern ist das Zementwerk im Kontakt. "Wir sind dankbar für die große Geduld und das Verständnis, das die Seilbahn-Nachbarn aufbringen. Das schätzen wir sehr, zumal es für unsere Mitarbeiter ein aufreibendes und herausforderndes Projekt ist", so Schillo.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: