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Dotternhausen Adrian: "direkten Weg zur BI gesucht"

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Die Bürger stellen viele Fragen zu Holcim. Foto: Visel

Dotternhausen - Obwohl der Kalksteinabbau auf dem Plettenberg von Bürgermeisterin Monique Adrian von der Tagesordnung des Gemeinderats genommen worden war, spielte das Zementwerk in der Sitzung am Mittwoch eine große Rolle.

Bei der Bürgerfragestunde, etwa 30 Interessierte waren gekommen, ging es eine Stunde lang zur Sache. Zwischendurch mahnte die Bürgermeisterin zur Ruhe, sonst werde sie die Sitzung unterbrechen.

Günter Schäfer, Siegfried Rall, Otto Scherer, Renate Ritter, Margarita Scherer und andere Mitglieder der BI löcherten Adrian zum Zementwerk und zur Vorgehensweise der Gemeinde.

Vorrangig ging es um die Frage, weshalb der Gemeinde am Mittwoch über die neue Grenzziehung beraten sollte, wenngleich die Mediation und der Holcim-Dialog noch im Gange seien. Bemängelt wurde, dass der Plan die gleichen Flächen vorsehe, die im Bürgerentscheid abgelehnt worden seien, lediglich in zwei Abschnitten. Das sei pure "Taktik und pure Augenwischerei", sagte Scherer. Schäfer betonte, die Fairness hätte es geboten, dass Verwaltung und Gemeinderat zuvor die Bürger informiert hätten. Eine Mediation mache nur dann Sinn, wenn man wisse, um welche Flächen es gehe.

Die nun ausgehandelte Erhöhung des Pachtpreises um 300 Prozent sei "ein Nasenwasser", sagte Schäfer. Holcim habe unfair gehandelt und die Gemeinde 13 Jahre lang über den Tisch gezogen. Hier müsse nachverhandelt werden. Den Vorwurf von Siegfried Rall, die Gemeinde setzte sich mehr für Holcim als für ihre Bürger ein, wies Adrian als "Diffamierung" vehement zurück.

Im Folgenden einige Fragen der Bürger und die Antworten von Bürgermeisterin Monique Adrian:

Sind die Flächen gleich wie diejenigen, die beim Entscheid abgelehnt wurden?

Nein: Die Flächen sind mit 9,5 und 5,35 Hektar um einiges kleiner. Nur der erste Abschnitt soll aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen werden. Viele Punkte der BI sind übergenommen worden.

Warum sollte der Gemeinderat entscheiden, wenn noch die Mediation und das Widerspruchsverfahren gegen das abgelehnte Bürgerbegehen laufen? Warum wurde die BI nicht informiert?

Wir haben den Tagesordnungspunkt auf Wunsch der BI abgesetzt. Ich habe Norbert Majer am 14. Juli das Verhandlungsergebnis und den Plan auf direktem Weg zukommen lassen und bin damit auf die Bürgeraktion vertrauensvoll zugegangen. Die Sitzung des Gemeinderats war rechtzeitig angekündigt worden. Die Unterlagen sind seit Freitagnachmittag auf der Homepage der Gemeinde einzusehen. So funktionieren Ratsarbeit und Gemeindepolitik. Ein neuer Beratungstermin steht noch nicht fest. Das Ganze war vielleicht nicht geschickt. Aber geben Sie uns die Chance, es anders zu machen. Aber irgendwann müssen wir entscheiden. Das höre ich auch von den Bürgern. Und Holcim braucht die Erweiterung.

Die geplante Erweiterung nimmt keine Rücksicht auf die Belange des Naturschutzes. Warum?

Das stimmt nicht. Wir liegen deutlich unter den von Holcim gewollten Maximalgrenzen, um möglichst viel von der Plettenberg-Hochfläche zu erhalten.

Werden die beiden Abschnitte jetzt ausgesteckt?

Nein. Geplant war, die Grenzen zwei Wochen lang auszustecken. Da aber keine Entscheidung gefallen ist, kann dies nicht gemacht werden

Wieso ist eine neue Albvereinshütte geplant und ist diese genehmigungsfähig?

Moderne Gastronomie erfordert andere Anforderungen als die derzeitige Hütte erfüllt. Eine Sanierung oder Erweiterung ist am jetzigen Standort schwierig. Deshalb wurde ein neuer Standort gesucht. Seitens der Behörden gibt es für eine Genehmigung der neuen Hütte noch keine Zusagen.

Was tut die Gemeinde zum Schutz der Gesundheit der Bürger? Will sie eigene Schadstoff-Messstellen aufstellen?

Ich vertraue dem Regierungspräsidium, das die Erhöhung Ersatzbrennstoffe genehmigt hat und die Emissionen kontrolliert. Ob man eigene Messstellen aufstellen kann, werden wir prüfen.

 
 

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