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Dornstetter Zuberkurve Trotz Ampeln hat es auf B 28 wieder gekracht

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Tausende Fahrzeuge aus Richtung Nagold, Horb und Freudenstadt passieren den Verkehrsknoten jeden Tag.  Foto: Ade

Seit etwa einem Monat stehen an der Zuberkreuzung in Dornstetten Ampeln, um Unfälle, die sich in vergangenen Jahren häuften, zu vermeiden. Am 8. November kam es allerdings wieder zu einer Kollision. Wie die Kreuzung jetzt ausgestattet ist und welche Pläne es für die Zukunft gibt, erfahren Sie in unserem (SB+)-Artikel.

Dornstetten - Die Bundesstraße 28 ist eine vielbefahrene Strecke. Dementsprechend und wegen der vor allem auch für Auswärtige zuletzt schwer durchschaubaren Verkehrsführung häuften sich an der Zuberkreuzung, an der die Bundesstraße 28 auf die Landesstraße 404 trifft, die Unfälle. Die Kreuzung verbindet Freudenstadt, Horb und Nagold.

Über die Jahre habe sich die ehemalige Kreuzung nicht bewährt, ist sich Bernd Hofer vom Straßenbauamt des Landkreises sicher. "Die Zahl war gigantisch", sagt er zu den Unfällen. Der Zuber sei nicht irgendeine Kreuzung, sondern ein Brennpunkt.

Der Umbau, der insgesamt vom 14. September bis zum 21. Oktober andauerte, sei letztlich durch zwei Unfälle ausgelöst worden, die sich innerhalb einer Woche im Januar ereigneten. In beiden Fällen gab es Schwerverletzte und hohen Sachschaden.

Nun sind es Lichtsignalanlagen, Ampeln, die dafür sorgen sollen, dass es nicht mehr zu solchen Unfällen kommt. Als Sofortmaßnahme, erklärt Hofer. Die Zeit wurde wieder auf Null gestellt. Es werden vom Zeitpunkt des Umbaus an Unfälle gezählt, um einen Vergleich mit den Vorjahren ziehen zu können.

Und prompt folgte die Ernüchterung. Denn am Sonntag, 8. November, krachte es trotz des Umbaus erneut. Eine 69-jährige Fahrerin war von Hallwangen in Richtung Freudenstadt unterwegs. Sie wollte an der Einmündung nach links in Richtung Dornstetten abbiegen. An der Einmündung stieß sie mit einem entgegenkommenden Wagen einer 35-Jährigen zusammen, die auf der B 28 von Freudenstadt geradeaus in Richtung Hallwangen unterwegs war. Beide Unfallbeteiligten gaben laut Polizei an, bei Grün gefahren zu sein.

Gemessen an Unfällen sehe man, wie wirkungsvoll der neue Umbau sei. "Umso ärgerlicher ist es", dass es nun zu einem Unfall kam, so Hofer. Zwar habe es bei dem jüngsten Vorfall "nur" leichte Verletzungen gegeben, doch das Milderwerden sei nicht das Ziel. "Wir wollen, dass die Kreuzung möglichst unfallfrei bleibt", unterstreicht Hofer.

Ein holpriger Start für die erneuerte Kreuzung. Doch bewerten könne man die Maßnahmen erst über eine längere Zeitspanne.

Die Ampeln sind jeweils mit zwei Kameras bestückt, erklärt Hofer. Die Fahrer sollten sich jedoch nicht überwacht fühlen. "Es wird nichts aufgezeichnet." Eine Wärmebildkamera diene zur Detektion. Sie erkennt, wenn ein Fahrzeug zum Stehen kommt, und signalisiert dies der Ampel. Die zweite Kamera sei eine Videokamera, die erkenne, wenn sich mehrere Fahrzeuge ansammeln. Dadurch könne die Grün-Phase dementsprechend angepasst und verlängert werden. Zu Rückstaus komme es nicht.

Lichtsignalanlagen sind eine Übergangslösung

Speziell diejenigen, die von Horb kommend am Zuberknoten abbiegen wollen, hätten jetzt nicht mehr so lange Wartezeiten wie zuvor. Auf Kosten der von Freudenstadt und von Hallwangen kommenden Verkehrsteilnehmer. Diese mussten zuvor nicht warten, wenn sie geradeaus durchfahren wollten.

Über die Topographie und eventuelle Probleme, die in diesem Zusammenhang entstehen könnten, sei sich das Straßenbauamt bewusst gewesen. Denn im Winter soll möglichst vermieden werden, dass Schwertransporter zum Stehen kommen. Von Freudenstadt aus kommend müssten sie am steilen Berg anfahren. Geräte zur Erkennung von diesen größeren Fahrzeugen wurden an den Dreiecksinseln an der Kreuzung installiert. Garantiert sei eine Durchfahrt ohne Halt jedoch nicht. "Hier und da bleibt einer stehen", sagt Hofer.

All diese Änderungen seien jedoch nicht nur eine Sofortmaßnahme, sondern auch eine Übergangslösung, so Hofer. Zwar würden die Ampeln noch mehrere Jahre erhalten bleiben, doch später könne es zu einer Brückenlösung kommen. "Das Regierungspräsidium in Karlsruhe strebt eine planfreie Lösung an", so Hofer. Das bedeutet, dass die Straßen in zwei höhenmäßig unterschiedlichen Ebenen durch ein Brückenkonstrukt verbunden werden sollen. Ähnlich wie in Aach, wo die Ortsstraße in die Bundesstraße 28 mündet.

Dies wäre jedoch ein millionenschweres Projekt, dessen Planung noch einige Zeit in Anspruch nehmen würde.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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