Wie überall im Land hofft man auch am Schulzentrum Dornstetten auf eine bessere digitale und mediale Ausstattung – und das möglichst bald.Foto: Erb Foto: Schwarzwälder Bote

Bildung: Rat nickt Pläne und Anträge ab

Dornstetten. Jeweils einstimmig hat der Dornstetter Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung Beschlüsse gefasst, die darauf abzielen, im Rahmen des sogenannten Digitalpakts Schule diese Einrichtungen künftig medial und digital besser auszustatten.

Zum einen stimmte das Gremium den von Vertretern der Schulen vorgestellten Medienentwicklungsplänen zu. Diese werden mit dem Kreismedienzentrum abgestimmt und erhalten von diesem Freigabeempfehlungen, was wiederum Voraussetzung für eine Förderung ist. Die Pläne enthalten Angaben zum jeweils individuellen digitalen Ist-Zustand, zu Entwicklungszielen, zur technischen Zielausstattung und zu den darauf aufbauenden Maßnahmeplanungen.

Des Weiteren beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung, entsprechende Förderanträge zu stellen. Außerdem votierte das Gremium dafür, nach einem positiven Zuschussbescheid die geplanten Hardware-Pakete über ein Fachbüro auszuschreiben.

Ronja Hiller von der Stadtverwaltung hatte vor den Ausführungen von Vertretern der Grundschulen Hallwangen und Dornstetten mit Außenstelle Aach, der Werkrealschule, der Realschule und des Gymnasiums Details der Pläne erläutert, um die Schulen digital fit zu machen.

Spätestens Ende 2024 soll alles erneuert sein

Im Gespräch mit unserer Zeitung betont Hiller zudem, dass man derzeit schon dabei sei, einzelne Anschaffungen auszuschreiben. Schnell zu handeln sei angesagt. Dies insbesondere auch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie, die nicht nur vor Ort, sondern generell hohe Defizite in diesem Bereich offenbart hatte. Die Stadt hoffe zudem, bereits vor dem in der Sitzung genannten Enddatum 31. Dezember 2024, an dem alles erneuert sein solle, fertig zu sein. Endgültig abgerechnet werden müsse bis Ende 2025. Hiller betont aber auch, dass an den Dornstetter Schulen bereits einiges geschehen sei – etwa in Sachen WLAN, Tablets und ähnlichem.

Zum finanziellen Rahmen führte Hiller unter anderem aus, dass für die Schulen aktuell insgesamt 517 600 Euro an Fördermitteln reserviert seien. Diese Budgets stellten den maximalen Förderrahmen dar. Die Stadt trage einen Eigenanteil von mindestens 20 Prozent an den anerkannten förderfähigen Kosten. Eine aktuelle Kostenschätzung vom Februar habe geschätzte Kosten von 464 000 Euro ergeben, liege also darunter. Geprüft werde angesichts des hohen Förderbudgets und der Förderbestimmungen des Landes derzeit zudem, welche Maßnahmen ausgeschrieben werden müssten. Bisher hätten sich die Schulen von ihren zuständigen IT-Firmen beraten lassen und entsprechende Angebote eingeholt.

Hiller hob hervor, dass die Verwaltung natürlich das Ziel verfolge, im Sinne der Schüler baldmöglichst mit den Maßnahmen zu beginnen. Jedoch seien die Vergabebestimmungen einzuhalten, um nicht zu riskieren, hohe Gesamtfördervolumen einzubüßen. Sie verwies zudem auf weitere Förderprogramme, die aufgrund der Pandemie hinzugekommen seien – beispielsweise das Sofortausstattungsprogramm sowie die Förderprogramme "Leihgeräte für Lehrkräfte" und "Administration". Mitte März habe dazu ein gemeinsames Koordinierungsgespräch mit Schulvertretern stattgefunden, mit denen die Stadt in regem Austausch stehe.

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