Der obere Teil der Dornstetter Hauptstraße wird zur Einbahnstraße. (Symbolfoto) Foto: © studio v-zwoelf – stock.adobe.com

Der Dornstetter Gemeinderat hat weitere Weichen für die künftige Verkehrsführung in der Innenstadt gestellt. Noch dieses Jahr beginnt eine Testphase. Rund 30 Besucher verfolgten mit großem Interesse die öffentliche Sitzung.

Am Ende war der Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung, über den das durch mehrere entschuldigt fehlende Mitglieder recht dezimierte, aber beschlussfähige Gremium abstimmte, nach mehreren Anträgen aus den Reihen der Fraktionen um drei auf sieben Punkte erweitert.

Mit Zehn Ja- und zwei Nein-Stimmen entschied der Gemeinderat, die Hauptstraße zwischen Einmündung Heselwiesenstraße und Kreuzung Turnhalleplatz/Mauerweg künftig als Einbahnstraße mit verkehrsberuhigter Zone zu führen. Dies entspricht dem Prognosefall 2b aus der vorausgegangenen Verkehrsuntersuchung des Beratungsunternehmens Rapp Trans AG in Freiburg. Die Verkehrsführung erfolgt dabei von Nord nach Süd.

Bei vier Gegenstimmen wurde mehrheitlich entschieden, die Heselwiesenstraße über die derzeitige Einmündung an der Hauptstraße hinaus bis zur Gartenstraße zu verlängern und dort neu anzubinden. Die Straße wird als vollwertige Straße in beide Richtungen gebaut. Dazu wird das Gebäude Gartenstraße 24, das der Stadt gehört, abgebrochen. Mit der Ausarbeitung eines Vorentwurfs für die Verlängerung der Heselwiesenstraße wird das Ingenieurbüro Gfrörer beauftragt.

Anträge für Gartenstraße, Silbergasse und Badgasse

Einstimmig fiel hingegen der nächste Beschluss: Für die vom Umgehungsverkehr am stärksten betroffenen Straßen oder -abschnitte – also die Schießgrabenstraße, den Turnhalleplatz und die Gartenstraße nördlich des Turnhalleplatzes – sollen vor Einrichtung der Einbahnstraße in der Hauptstraße Maßnahmen zur Anpassung der Straßengestaltung geprüft und umgesetzt werden.

Ergänzend soll so auch in der Gartenstraße und in der Silbergasse – auf entsprechende Anträge von Stadtrat Rolf Straub (FB) hin – sowie in der Badgasse – dies hatte Joachim Kumm (SPD) beantragt – verfahren werden.

Testphase beginnt Mitte Dezember

Von etwa Mitte Dezember 2023 bis Ende Februar 2024 soll es für die neue Verkehrsführung eine Testphase geben. Letzteres hatte Planerin Therese Lüthi vom Büro Rapp vorgeschlagen, die an diesem Abend per Online-Chat an der Sitzung teilnahm und im September mehrere Optionen für die Verkehrsführung Innenstadt vorgestellt hatte. Jetzt fasste Lüthi noch einmal kurz – auch für die zahlreichen Sitzungsbesucher – zusammen, was sie damals schon im Gemeinderat erläutert hatte.

Demnach seien Bewertungskriterien für die unterschiedlichen Möglichkeiten der Verkehrsuntersuchung insbesondere gewesen: ein auf Nachfrage abgestimmtes Leistungsangebot, die Verkehrssicherheit, die Erreichbarkeit, städtebauliche Aspekte, die Lärmbelastung und die Kosten.

HGV-Wünsche berücksichtigt

Die nun gefundene Lösung entspricht auch dem Wunsch des Handels- und Gewerbevereins (HGV). Dieser hatte sich insbesondere für den Einbahnverkehr im genannten Bereich und für eine Testphase ausgesprochen.

Christian Burkhard vom Büro Burkhard-Sandler Landschaftsarchitekten Hohentengen/Villingen-Schwenningen hatte noch vor der Abstimmung, bei der sich der Gemeinderat letztlich für den Einbahnverkehr entschied, Details zum Thema Außengestaltung der Stadthalle präsentiert. Er skizzierte bildhaft jeweils Vor- und Nachteile mit Begegnungsverkehr und mit Einbahnverkehr in der Hauptstraße und sprach zudem das Thema zusätzlicher Parkplätze an.

Keine Fußgängerüberwege nötig

Schrägparkplätze bei der Grundschule konnte sich Bürgermeister-Stellvertreterin Ilona Costantino (FW/CDU) vorstellen. Gar nicht mit diesem Gedanken anfreunden konnten sich dagegen die Stadträte Karlheinz Raisch (FW/CDU) und Rolf Straub (FB).

Dass im verkehrsberuhigten Bereich keine Fußgängerüberwege benötigt würden, betonte auf Nachfragen zur Sicherheit, besonders auch jener von Schülern, Hauptamtsleiter Oliver Zwecker.