Boden, Lüftung, Trinkwasserversorgung und mehr: Die Georg-Feuerbacher-Halle in Dornstetten muss saniert werden. Foto: Sannert

Gemeinderat diskutiert Sanierung der Georg-Feuerbacher-Halle. Entscheidung fällt in Haushaltsberatung.

Dornstetten - Bereits in der vorausgegangenen Sitzung hatten Stadtverwaltung und Gemeinderat über notwendige Sanierungsmaßnahmen in der Georg-Feuerbacher-Sporthalle diskutiert und die Entscheidung darüber verschoben. Jetzt stand das Thema erneut auf der Tagesordnung. Das Gremium hatte sich gerade erst über die Schäden am Sportplatz im Teichweg unterhalten, da ging es in der Sitzung auch schon um eine weitere Sanierungsmaßnahme. In der Georg-Feuerbacher-Sporthalle stehen Arbeiten an der Trinkwasserversorgung und der Belüftung, an Beleuchtung, Hallenboden und Prallwänden an (wir berichteten). Auch die Tore zum Geräteraum entsprechen nicht mehr den Vorschriften.

Um der anstehenden Haushaltsdebatte nicht vorzugreifen, ging es diesmal aber nur um die grundlegende Frage, ob die Verwaltung einen Antrag auf Zuschüsse aus der Sportförderung stellen kann oder nicht. Denn die Verwaltung geht davon aus, dass sowohl beim Ausgleichstock als auch bei der Fachförderung im kommenden Jahr nur einer der beiden Anträge – für die Sanierung des Sportplatzes oder die Sanierung der Georg-Feuerbacher-Sporthalle – Aussicht auf Erfolg haben wird. Außer vier Stadträten stimmten alle zu. Doch für welche Maßnahmen und in welcher Höhe sollte die Verwaltung überhaupt einen Förderantrag stellen? Um dem Gremium über verschiedene Möglichkeiten der Bodensanierung zu informieren, war Erich Hermle von den KTL Architekten aus Rottweil gekommen.

Er stellte drei unterschiedliche Varianten vor. Die erste für rund 150.000 Euro sieht vor, auf den bestehenden Estrich einen neuen Hallenboden aufzubringen. Welchen, das müsse angesichts der Art der Hallennutzung erst noch geklärt werden, so der Architekt. Bei dieser Variante müssten die Böden in den Geräteräumen und die Tore an die neue Bodenhöhe angepasst werden. Bei der zweiten und vom Architekten favorisierten Variante (180 000 Euro) würde der Estrich entfernt und ein neuer Boden samt drei Zentimeter Wärmedeckung eingebaut. Bei der dritten Variante (rund 190 000 Euro) käme eine 20 Millimeter dicke Dämmung noch dazu. Hermle schlug vor, auch gleich die Prallwände bis zu einer Höhe von 2,50 Metern zu sanieren. Zusätzlicher Kostenpunkt: 127.000 Euro. Der Architekt schlug vor, die Variante zwei auszuschreiben und abzufragen, was eine Zusatzdämmung kosten würde, denn eines sei klar: "Sie müssen sich über kurz oder lang über eine energetische Sanierung Gedanken machen."

Stadträtin Mareile Jordan (Freie Bürger) tat sich schwer, angesichts der Investitionen in der jüngsten Vergangenheit im Bereich Sport schon wieder einen Antrag zu stellen. Jörg Hamann (Freie Bürger) wollte, sollten Fördermittel fließen, nicht in Zugzwang kommen. Stadthalle und Riedsteighalle seien schließlich auch noch da. Hermann Friedrich schlug stattdessen vor, die Sanierungsmaßnahmen nicht auf die lange Bank zu schieben. "Wir müssen in den sauren Apfel beißen, bevor die anderen Hallen in der Stadt auch noch dazu kommen", sagte er. Ihm sei es auch wichtig, alle Sporttreibenden gleich zu behandeln. "Es darf nicht heißen, die dürfen in die neue Halle und für die ist die alte Halle gut genug."

Laut Bürgermeister Bernhard Haas sind alle drei Hallen in Dornstetten von den Schulen an fünf Tagen die Woche von 8 bis 17 Uhr voll belegt. Er schlug vor, die Fördermittel für die Halle zu beantragen. "Ich bin überzeugt, dass wir 2014 die Mittel haushaltstechnisch darstellen können", sagte Haas. Schließlich stehe es dem Gremium jederzeit frei, die Sanierung zurückzustellen. So sahen es auch Kämmerer Jochen Köhler und Bauverwaltungsamtsleiter Oliver Fassiotti. Sollte der Förderantrag abgelehnt werden, sei die Stadt fürs Jahr darauf in der besseren Warteposition, meinte Fassiotti und Köhler fügte hinzu: "Wenn schon ein Sanierungsbedarf besteht, sollte man ihn zusammenfassen und nicht auf mehrere Jahre zerstückeln."

Die Sanierung der Trinkwasserversorgung schlägt mit 40.000 Euro zu Buche. Für eine neue Beleuchtung kämen 109.000 Euro und für die Lüftungsanlage weitere 62.000 Euro hinzu.

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