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Dornstetten Wo hält die S-Bahn überall?

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Andere S-Bahnhaltepunkte entlang der Bahnstrecke Eutingen-Freudenstadt sind schon in Betrieb, in Dornstetten wartet man noch auf das Planfeststellungsverfahren. Foto: Archiv-Foto: Schwark

Dornstetten - Gut zwei Jahre ist es her, da schickte der Dornstetter Gemeinderat nach zähem Ringen die Bahnhaltepunkte "Heselwiesen neu" und "Aach" ins Planverfahren. Seither ist es um die Haltepunkte ruhig geworden. Zu ruhig, für den Geschmack von Bürgermeister Bernhard Haas.

"Es geht zu lange", sagt Haas. Zwei Jahre seien ins Land gezogen, und noch immer warte man auf die Einleitung des eigentlichen Planfeststellungsverfahrens, ärgert sich der Bürgermeister. Für die ist das Regierungspräsidium Karlsruhe zuständig. Dort liegen die Haltepunkt-Planungen derzeit, nachdem sie zuvor vom Eisenbahnbundesamt auf Herz und Nieren geprüft wurden.

Schon dabei sei es zu Verzögerungen gekommen, so Haas. Mehrfach habe die Eisenbahnbehörde Unterlagen nachgefordert. Und auch das Regierungspräsidium habe weitere Unterlagen angefordert. "Im Oktober hat das Regierungspräsidium gesagt, wenn alles glatt läuft, gehen die Haltepunkte noch 2014 ins Planfeststellungsverfahren", erzählt Haas.

Im Dezember habe er dann bei der Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG) nachgehakt. Die habe ihm mitgeteilt, dass das Regierungspräsidium ebenfalls noch Unterlagen nachgefordert habe. Zwischenzeitlich, so Haas, lägen dem Regierungspräsidium diese Unterlagen vor. Wann das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werde, sei jedoch nach wie vor ungewiss.

Und langsam rinnt der Stadt die Zeit durch die Finger: 2019 läuft die Förderung über das GVFG (Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) aus. "Bis dahin müssen wir abgerechnet haben", erklärt der Bürgermeister. Was zunächst nach einem recht komfortablen Zeitpuffer klingt, könnte tatsächlich eng werden. Denn nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens wird der Gemeinderat nochmals zur Standortfrage tagen.

Für Planfeststellungsverfahren entschieden

Die genaue Lage der Haltepunkte, erklärt Haas, werde erst im Zuge des Verfahrens endgültig festgelegt. Gibt das Gremium grünes Licht, kann sich die Stadt an den zugehörigen Bebauungsplan machen. Die Baumaßnahmen selbst, schätzt Haas, könnten dann in einem Jahr abgeschlossen sein. Abgerechnet ist dann allerdings noch immer nicht. "Ich hoffe, dass das Planfeststellungsverfahren dieses Jahr nicht nur eingeleitet, sondern auch abgeschlossen wird", betont Haas. Wann mit dem Bau der Haltepunkte begonnen werden kann? Realistisch, sagt Haas, sei 2017. "Lieber wäre mir 2016. Ich hoffe jetzt einfach nur, dass wir das Ganze nicht auf den letzten Drücker durchziehen müssen."

Mahlen die behördlichen Mühlen im Fall der Dornstetter Haltepunkte langsamer als gewöhnlich? "Nein", sagt AVG-Chefplaner Reinhard Bickelhaupt. "Es ist nicht ungewöhnlich, dass Unterlagen nachgefordert werden." Was die Sachlage bei den Dornstetter Haltepunkten etwas komplexer mache, sei die Beteiligung zweier Behörden. Die Haltepunkte, erklärt Bickelhaupt, gingen nicht ins Eigentum der AVG über, sondern blieben im Besitz der Bahn. Deswegen seien in diesem Fall das Eisenbahnbundesamt und das Regierungspräsidium an der Genehmigung beteiligt.

Nichtsdestotrotz wäre es auch einfacher gegangen: "Hätten wir mit allen Beteiligten einen Konsens über Art und Lage der Haltepunkte erreicht, hätten wir auf das Planfeststellungsverfahren in dieser Form verzichten können", erläutert der AVG-Planer. So habe man es im Fall der Haltepunkte in Horb-Heiligenfeld und Bittelbronn gehandhabt. Dort war nur das Eisenbahnbundesamt am Genehmigungsprozess beteiligt.

In Dornstetten taten sich zwischen Planern und Ratsmehrheit in der Standortfrage jedoch unüberbrückbare Differenzen auf: Die Ratsmehrheit favorisierte "Heselwiesen alt", die Bahn wollte nur die Variante "Heselwiesen neu" bauen. Angesichts dieser Gemengelage "haben wir uns für ein ordentliches Planfeststellungsverfahren inklusive Offenlegung entschieden. So haben alle Beteiligten die Möglichkeit, sich in diesem Verfahren zu räuspern. Das dauert natürlich etwas länger. Aber das war allen bewusst", stellt Bickelhaupt klar.

 
 

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