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Dornstetten Werden die Kinder bald im Wald betreut?

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Ein Waldkindergarten für Dornstetten – schon mehrfach war das Thema im Gemeinderat präsent, doch bislang nie ganz konkret (wir berichteten). Das hat sich jetzt geändert.

Dornstetten (str). In der jüngsten Sitzung des Gremiums erläuterte auf Einladung der Verwaltung der Leiter der Freudenstädter Stiftung "Eigen-Sinn", Hans-Martin Haist, Sinn und Wesen eines solchen Kindergartenmodells – im Hinblick auf ein solches Konzept in Dornstetten. Darauf aufbauend, soll dann in einer der kommenden Sitzungen über das weitere Vorgehen beraten werden. Denn auch vor dem Hintergrund einer gewisse Knappheit an Kindergartenplätzen ist das Thema für die Stadt interessant.

Haists Begeisterung für das Konzept war offenkundig: Er sei beruflich mit heftigen Fällen in der Jugendarbeit konfrontiert. Und immer, wenn er mal am Boden sei, schaue er sich die Aufnahmen der Kinder im Waldkindergarten an. Er zeigte Bilder von Blockhütte und Bauwagen, von Gemüsegarten und Baumhaus, von Matschspielen und Holzschnitzen. Und vielen fröhlichen Kindergesichtern. Immer wieder betonte Haist die Schulung von Bewusstsein und Motorik in der Natur, die insgesamt wertvolle, nachhaltige Bildung von Kindern durch den Waldkindergarten. "Vor allem geht es auch um die Freude am Lernen."

Haist verwies beispielhaft auch auf den Waldkindergarten Baiersbronn, der bald starte. Auch dort habe er beratend zur Seite gestanden. Ebenso gebe es einen Dokumentarfilm des SWR über den Waldkindergarten Freudenstadt. Dieser ziele darauf ab, Alltag sowie Konzeption dieser speziellen Form der Kinderbetreuung deutlich zu machen.

Bürgermeister Bernhard Haas verwies darauf, dass es in der Gemeinde Glatten Erwägungen für einen Waldkindergarten gebe, aus einer Elterninitiative heraus. An einem ersten Informationsgespräch dort habe er teilgenommen. Die beiden Initiatorinnen aus Glatten, die nun ebenfalls anwesend waren, gaben dem Gremium einen kurzen Abriss über den Stand der Dinge in ihrer Gemeinde. Insbesondere gehe es, so Jasmin Schmieder und Anita Kohler, darum, für den Anfang einen möglichst schon vorhanden Standort ausfindig zu machen, eine Schutzhütte oder Ähnliches.

Waldpädagogik baut ebenfalls auf Regeln

Fragen aus dem Ratsgremium kamen vereinzelt. So zum Beispiel, ob denn die Kinder aus dem Waldkindergarten keine Umstellungsprobleme in der Grundschule hätten. Haist verneinte dies. "Die Waldpädagogik ist nicht ohne Regeln."

Was die Finanzierung betreffe, so zahle die Stadt Freudenstadt 100 Prozent. Ein Waldkindergarten-Platz sei günstiger als einer im Regelkindergarten, betonte Haist. Notwendig sei für das Konzept "sehr engagiertes Personal". Aber auch die Eltern seien immer wieder einmal gefordert.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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