Schon wieder gibt es eine Fusion unter den Volksbanken in der Region. Diesmal verschmelzen die „VR-Bank Dornstetten-Horb eG“ und die „Volksbank in der Region eG“, die ihren Sitz in Tübingen hat. Betriebsbedingte Kündigungen soll es keine geben.
Die „VR-Bank Dornstetten-Horb eG“ und die „Volksbank in der Region eG“ (mit den Regionen Herrenberg, Nagold, Rottenburg, Steinlach-Wiesaz-Härten und Tübingen) planen eine Verschmelzung. Bei einer Pressekonferenz auf Schloss Weitenburg informierten die Bankvorstände über die Pläne. Die Fusionsgespräche wurden vor etwa fünf Monaten aufgenommen.
Beide Banken haben bereits am Dienstag ihre Führungskräfte und die Mitarbeiter informiert. Die Bankvorstände Jörg Stahl und Thomas Bierfreund der „Volksbank in der Region“ und der Vorstandsvorsitzende der „VR-Bank Dornstetten-Horb“ Gottfried Joos nannten Details zur geplanten Fusion.
„Beide Banken sind gesund und mit den jeweiligen Entwicklungen in 2023 zufrieden“, wurde beim Pressegespräch unterstrichen. Durch den Zusammenschluss versprechen sich die Partner betriebswirtschaftliche Synergieeffekte. Ziel ist, die Verschmelzung beider Häuser auf der Basis der Jahresabschlüsse 2023 durch die Vertreterversammlungen im Mai/Juni beschließen zu lassen.
Beschluss für Gespräche
Am vergangenen Montag haben die Vorstände und die Aufsichtsräte beider Banken den Beschluss gefasst, Gespräche mit dem Ziel einer Verschmelzung auf Basis des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 zu führen.
Vorstand Jörg Stahl unterstrich, dass mit der angestrebten Verschmelzung der beiden Genossenschaften zwei erfolgreiche Unternehmen zusammenwachsen würden. „Gemeinsam wollen wir weiter in der Region agieren und eine noch stärkere Einheit in der Region schaffen“, betonte Vorstand Thomas Bierfreund. Die angrenzenden Geschäftsgebiete ergäben ein stimmiges gemeinsames Geschäftsgebiet.
Vorstandsvorsitzender Gottfried Joos wies darauf hin, dass beide Banken bereits seit Jahren bei der Finanzierung großer Investitionsprojekte kooperierten. Die erfolgreiche Kooperation soll nun in eine gemeinsame Bank münden. Dabei stellt die bisherige „VR-Bank Dornstetten-Horb eG“ eine weitere Region in der Gesamtbank „Volksbank in der Region eG“ dar.
Das Marktgebiet der neuen Bank wird dann die sechs Regionen Dornstetten-Horb, Herrenberg, Nagold, Rottenburg, Steilnach-Wiesaz-Härten und Tübingen umfassen. Sechs Hauptstellen in Dornstetten, Herrenberg, Mössingen, Nagold, Rottenburg und Tübingen werden erforderliche Marktfunktionen und partiell zentrale Funktion haben.
Sitz in Tübingen
Die übertragende Bank ist die „VR-Bank Dornstetten-Horb eG“. Die übernehmende Bank die „Volksbank in der Region eG“. Der juristische Sitz verbleibt in Tübingen.
Die vereinigte Bank wird von den bisherigen Vorständen der beiden Banken Thomas Bierfreund (Co-Vorstandssprecher), Ralf Gottschalk, Gottfried Joos, Jörg Stahl (Co-Vorstandssprecher) und Thomas Taubenberger gemeinsam geführt.
Aufsichtsrat wird größer
Die Vorstandsmitglieder der „VR-Bank Dornstetten-Horb“ Burkhard Hellstern und Harald Queisser werden in verantwortlichen Positionen in der „Volksbank in der Region eG“ als Prokuristen tätig sein.
Der Aufsichtsrat der „Volksbank in der Region eG“ soll sich mit der Verschmelzung um drei Aufsichtsratsmitglieder vergrößern. Herausgestellt als klare Prämisse für die anstehenden Gespräche wurde bei der Pressekonferenz, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben soll.
Info
Die übernehmende Bank
Die „Volksbank in der Region eG“ entstand am 1. Januar 2022 durch die Verschmelzung der damaligen „VR Bank Tübingen eG“ und der „Volksbank Herrenberg-Nagold-Rottenburg“ und erstreckt sich über die fünf Wirtschaftsregionen. 559 Mitarbeiter sind für die Bank mit ihren mehr als 80 000 Mitgliedern und einer Bilanzsumme von rund 4,4 Milliarden Euro tätig.
Die übertragende Bank
Die „VR-Bank Dornstetten-Horb eG“ entstand vor fünf Jahren durch die Fusion der „Volksbank Dornstetten“ und der „Raiffeisenbank Horb“. Die Bilanzsumme der Bank mit knapp 10 000 Mitgliedern und 87 Mitarbeitern liegt bei 642 Millionen Euro.