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Dornstetten TV sieht sich nach neuem "Zuhause" um

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Roberto Costantino wurde verabschiedet. Foto: Schwarzwälder Bote

Der TV Dornstetten steht vor größeren Veränderungen und wird ab sofort kommissarisch von Nanette Eberhardt geleitet. Der Rücktritt der Vorsitzenden Carmen Felchle, ein Immobilienkauf und die Vereinsneuausrichtung sorgten bei der Hauptversammlung für Überraschungen.

Dornstetten (mos). Beim Tagesordnungspunkt "Beschlussfassung über eingegangene Anträge" gab die bis dato stellvertretende Vorsitzende Nanette Eberhardt bekannt, dass Vorsitzende Felchle wegen Erkrankung beantragt habe, von allen Ämtern mit sofortiger Wirkung zurücktreten zu wollen. Die Versammlung stimmte dem – und damit auch der Übernahme des kommissarischen Vorsitzes durch Eber­hardt – zu. Reguläre Neuwahlen gibt es 2021. Felchle hatte bereits angekündigt, für das Amt der Vorsitzenden nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Eberhardt berichtete von derzeit 856 Mitgliedern (plus 28) – 471 Frauen und 385 Männer. Geprägt war das Vereinsjahr 2019 von der Finanzierung des Crowdfunding, der Anschaffung von Vereinskleidung und neuen Geräten sowie dem Start des "Projekt 2030", bei dem es um die Neuausrichtung des Vereins geht. Zudem hatte es eine Fülle sportlicher und geselliger Termine gegeben, darunter der mit 60 Teilnehmern gut besuchte "Lauf in den Mai", die Cocktailbar am Stadtfest mit neuem Stand, der Dankesabend für die Sponsoren und das Sportcamp in der Halle. Eine Premiere war die Ausrichtung des Bezirksfinals im Turnen mit 26 Mannschaften. Erfreulich war zudem die große Resonanz auf das Jugend- und Adventsvolleyballturnier. Am Adventslauf nahmen 195 Sportler – 25 mehr als im Vorjahr – teil.

Darüber hinaus berichtete Eberhardt von der Übernahme des Vorschulturnens durch die Schwestern Lena und Anne Holzmann sowie den neuen Schnupperkurs im Leistungsturnen für Jungen ab sechs. In der Sparte Tischtennis hat die erste Herrenmannschaft den Meistertitel und damit den Aufstieg in die Landesklasse geschafft. Beim Volleyball wurden eine weibliche U 17-Midi-Mannschaft und eine weibliche U 20-Mannschaft gemeldet. Johannes Stahl wurde als Übungsleiter verabschiedet, Christoph Wagner kam als Trainer für die U 20 hinzu.

Bei der "Kooperation Schule-Verein" wurden Anträge für das Turnen mit dem Gymnasium und der Grundschule, Tischtennis mit der Realschule und Volleyball mit der Werkrealschule im Zuge der Förderrichtlinie Integration genehmigt. Über das Jugendbegleiterprogramm wurde eine neue Kooperation mit der Grundschule ins Leben gerufen. Joshua Falk wurde zum Juniorassistent Volleyball ausgebildet, Nanette Eber­hardt hat erfolgreich die WLSB-Ausbildung zur Öffentlichkeitsreferentin absolviert. Zwölf Übungsleiter haben an Erste-Hilfe-Kursen teilgenommen.

Leitbild und Logo werden sich ebenfalls ändern

Über Förderaktionen gab es neue Turngeräte und Ligaturnanzüge, und die Volleyballausrüstung wurde aufgestockt. Angeschafft beziehungsweise repariert wurden zudem eine "Airtrack" und Schnitzelgrube (13 022 Euro) sowie neue Volleybälle, ein Ballwagen, das Taktikboard und die Tumblingbahn.

Kassierer Markus Tesch berichtete von einem der finanziell "erfolgreicheren Jahre" des Vereins. Das Gesamtvermögen sei stark angestiegen. Die flüssigen Mittel lägen derzeit wegen der ausgefallenen Feste aber deutlich unter dem Stand des Vorjahrs.

Lisa Stahl präsentierte erste Ergebnisse aus der Projektgruppe "Verein 2030", die professionell begleitet wird und zwischenzeitlich wegen des Umfangs der Projektarbeit in die Bereiche "Strategie und Organisation" sowie "Netzwerke und Angebote" unterteilt ist. Konkret sollen etwa interne Strukturen aufgrund der Fülle an Aufgaben im Verein neu definiert und transparent gemacht werden. Außerdem soll es ein Leitbild geben. Möglicherweise brauche es dafür eine Satzungsänderung. Auch ein neues Logo wird erstellt.

In der Projektgruppe "Netzwerke und Angebote" hatte man unter anderem die Sportangebote – auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels – sowie Hallenkapazitäten unter die Lupe genommen. Im Ergebnis fehle ein zentraler Raum, lautete das Fazit Eber­hardts. Vor diesem Hintergrund denkt der Verein nun sogar über den Kauf einer eigenen geeigneten Immobilie als "neues Zuhause" nach. Das erfragte Meinungsbild der Mitglieder nach der Präsentation der Idee durch Hans Cortus war positiv. Sobald es konkret werde und man ein passendes Objekt gefunden habe, frage man aber sowieso noch einmal nach, betonte Kassierer Tesch.

Darüber hinaus ist ein Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt im Sport in der Diskussion. Für die Umsetzung brauche man noch geeignete Ansprechpartner.

Bürgermeister Bernhard Haas lobte das Engagement des Vereins und die zahlreichen sportlichen Erfolge. Was der Verein plane, sei hochinteressant, das Hinterfragen der Strukturen sinnvoll. Haas führte auch die Entlastung des Vorstands herbei.

Das goldene Ehrenzeichen für 40 Jahre Mitgliedschaft im Verein erhielten Lydia Schindler und Michael Weinläder. Das silberne Ehrenzeichen für 25 Jahre Mitgliedschaft im Verein bekamen Karin Weigold, Rainer Mallee, Thomas Gil, Wolfram Schmieder und Frank Bruder.

  Verabschiedet wurde Roberto Costantino,der 20 Jahre lang als Beisitzer im Vorstand gesessen und den Lauftreff geleitet hat.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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