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Dornstetten Schauübung zieht viele Zuschauer an

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Mitten in der Dornstetter Altstadt war die Feuerwehr bei der Schauübung im Einsatz. Fotos: Schwark Foto: Schwarzwälder-Bote

"Für Feuerwehren ist ein Feuer in der Altstadt immer eine besondere Herausforderung." Das betonte Kreisbrandmeister Frank Jahraus vor zahlreichen Zuschauern bei einer Schauübung in der Dornstetter Altstadt.

Dornstetten. Durch die enge Bebauung sei immer ein Überschlag des Feuers möglich, was im Brandfall die Arbeit der Feuerwehren erschwere, so Jahraus bei der Schauübung. Dabei wurde ein Blitzschlag angenommen, der den Dachstuhl der alten Volksschule am Marktplatz entzündet.

Sichtbar quoll heller Kunstnebel aus dem Dachfenster. Durch das schrille Geräusch eines Rauchmelders wurden Erzieherinnen im Erdgeschoss des Kindergartens auf den Brand aufmerksam. Die Kinder wurden sofort in Sicherheit gebracht und die Feuerwehr mit dem Stichwort "Dachstuhlbrand" alarmiert.

Die Leitstelle löste daraufhin einen Gemeindealarm für die Feuerwehr Dornstetten aus. Realistisch wirkend, rückte diese Minuten später mit Martinshorn und fünf Fahrzeugen an. Einsatzleiter Martin Franz (Kommandant Dornstetten) machte sich sofort einen Überblick über die Lage. Erste Angriffstrupps mit Atemschutzgeräteträgern machten sich auf den Weg, um das verrauchte Gebäude bei einem Innenangriff zu erkunden. Eingespielt saß jeder Handgriff.

Bei der Erkundung stellten die Feuerwehrleute fest, dass sich zwei Personen am Fenster des zweiten Obergeschosses bemerkbar machten. Hier war die Dornstetter Drehleiter gefragt, die mit einer Rettungshöhe von 23 Metern mit ihrem Rettungskorb die Personen ansteuerte. Interessant für Zuschauer war, wie sich das Drehleiterfahrzeug in Position brachte und die Leiter zum Zimmer im Obergeschoss schwenkte.

Kreisbrandmeister Jahraus beschrieb das Szenario und führte die Zuschauer zu den angenommenen Brandstellen, wo sie aus unmittelbarer Nähe das Tun der Rettungskräfte beobachten konnten. Da sich das Feuer laut Übungsannahme über das Dachgeschoss zum Nachbargebäude ausbreitete, wurden die Feuerwehren aus Freudenstadt und Pfalzgrafenweiler nachalarmiert. Auch die Drohne der Gründler-Stiftung kam zum Einsatz, um die Lage aus der Vogelperspektive zu peilen. 17 bis 20 Minuten kann sie mit einem Akku in der Luft bleiben. Bei der Übung wurden mit der Kamera der Drohne Personen im Nachbarhaus entdeckt. Die Bilder wurden direkt an die Einsatzleitung weitergeleitet. Nun kam die Freudenstädter Drehleiter in den engen Gassen zum Einsatz. Nachdem die Rettungsaktion abgeschlossen war, stellte sich spontan ein Rollstuhlfahrer zur Verfügung, um im Tragkorb die Flexibilität der Drehleiter eindrucksvoll zu demonstrieren.

Um die Wasserversorgung aufrechtzuerhalten, wurde die Feuerwehr Glatten nachalarmiert. Sie baute eine 700 Meter lange Schlauchleitung vom Stadtbergsee zum Marktplatz auf. Dort wurde ein Wasserbehälter mit 20 000 Liter Fassungsvermögen gefüllt.

Währenddessen hatte das DRK, Ortsgruppe Dornstetten, Glatten, Schopfloch, mit etwa acht Mitwirkenden und Bereitschaftsleiter Werner Stahl die Verletzen in einem aufgebauten Zelt versorgt. Die Verletzten und zehn zu rettende Personen wurden von der Jugendfeuerwehr dargestellt.

Insgesamt nahmen inklusive DRK 100 Personen an der Übung teil. Beteiligt waren die Feuerwehren Dornstetten, Aach, Pfalzgrafenweiler (Kommandant Hartmut Kalmbach), Freudenstadt (Kommandant Tom Anger) und Glatten (Karl Heinz Weigold). Einsatzleiter war Markus Frank.

Als Abschnittsleiter fungierten Rainer Schölldorf (alte Volksschule), Hartmut Kalmbach (Nebengebäude) und Harald Wunsch (Wasserbeförderung vom Stadtbergsee). Übungsbeobachter war Andreas Eberhardt von der Feuerwehr Loßburg.

Aufmerksam beobachteten Bürgermeister Bernhard Haas und der stellvertretende Hauptamtsleiter Oliver Valha die realistisch wirkende Übung. Haas dankte allen teilnehmende Wehren für ihren Einsatz. Die Feuerwehr sei unverzichtbar für die Stadt und die Bevölkerung. Bei einer Nachbesprechung wurde die Übung nochmals durchgegangen, wobei sich die Beteiligten einig waren, dass alles gut geklappt hat.

Ihre Redaktion vor Ort Freudenstadt

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