Dornstetten stellt die Weichen für die Zukunft. Im Sommer soll das Konzept fertig sein, das als roter Faden der Stadtentwicklung die Richtung vorgibt. Foto: Stadtverwaltung Foto: Schwarzwälder-Bote

Entwicklungsoffensive Dornstetten: Bürger bringen sich engagiert für Konzeption ein

Der "Strategie-Marktplatz" im Rahmen der Stadtentwicklungskonzeption "Entwicklungsoffensive Dornstetten" war ein voller Erfolg. Rund 120 Bürger aus ganz Dornstetten kamen in der Stadthalle zusammen.

 

Dornstetten. Bei der Veranstaltung ging es darum, die Analyseergebnisse und Schwerpunkte der künftigen Stadtentwicklung zu diskutieren und in einem Workshop gemeinsam konkrete Maßnahmen für Dornstetten auszuarbeiten, informiert die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Bernhard Haas und einer musikalischen Einlage von Viktor und Ronald Brose stellte Projektleiterin Charlotte Schweyer von der "Imakomm Akademie" das Projekt und die komprimierten Ergebnisse aus der Analysephase vor. Die Analyseergebnisse bilden die Grundlage für die sechs Schwerpunktthemen der künftigen Stadtentwicklung: Kommunikation und Transparenz, Innenstadt, Gewerbe, Wohnen und Lebensqualität, Stadtteile sowie Tourismus. Hinzu kommt ein übergeordnetes Querschnittsthema: Image und Identität.

Auf Analyse folgt die Workshop-Phase

Die bisherigen Ergebnisse und entwickelten Schwerpunkte standen bei der Veranstaltung im Mittelpunkt der Diskussion. Die "Imakomm Akademie" ging dabei noch einmal auf Fragen von Seiten der Bevölkerung unter anderem zu den Themen Verkehr, zur frühzeitigen aber auch nachhaltigen Einbindung von Schulen und Vereinen sowie zur rückläufigen Handelsnutzung in der Innenstadt ein.

In der Workshop-Phase wurden die rund 100 Maßnahmen, die von den Bürgern im Laufe der Analysephase bereits eingebracht wurden, an sieben Arbeitstischen weiter bearbeitetet und ergänzt. Schließlich wurden die jeweiligen Maßnahmen unter regen Diskussionen priorisiert und im Plenum vorgestellt. So wurde beispielsweise aus der Arbeitsgruppe des Themenbereichs Image und Identität die Maßnahme eingebracht, sogenannte "Brücken-Projekte" zu entwickeln, die die Kooperationen bei Vereinsaktivitäten stärken oder auch generationenübergreifende Veranstaltungen begünstigen.

Beim Schwerpunkt Kommunikation und Transparenz wurde eine Maßnahme zur zielgruppenspezifischen Informationspolitik erarbeitet, die auch Jugendliche oder ausländische Mitbürger berücksichtigt. Beim Handlungsschwerpunkt Innenstadt wurde die Umgestaltung des Marktplatzes und die Ansiedlung gastronomischer Angebote in der Innenstadt hervorgehoben. Auch das Thema Verkehr wurde im Zusammenhang mit der Innenstadt diskutiert. Die Arbeitsgruppe Gewerbe hat insbesondere optimierte Kommunikationsstrukturen zwischen Stadtverwaltung, HGV, Vereinen und Gewerbetreibenden in Form eines regelmäßigen Workshops zu aktuellen Themen oder zur künftigen Entwicklung als Idee eingebracht.

Zu den Maßnahmen aus dem Schwerpunkt Wohnen und Lebensqualität zählen unter anderem die Errichtung eines Mehrgenerationenhauses sowie Vorkehrungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Die Arbeitsgruppe Stadtteile erarbeitete Vorschläge zur Stärkung des Wir-Gefühls, zum Beispiel durch den überörtlichen Ausbau von Freizeitangeboten oder auch Kooperationen bei Theaterprojekten aller Schulen. Im Handlungsschwerpunkt Tourismus wurde der Ausbau von Tourismuskooperationen als eine Maßnahme ausgearbeitet.

Die abschließende Vorstellung der Ergebnisse der Arbeitsgruppen machte den integrierten Ansatz der Entwicklungsoffensive nochmals deutlich. Viele Themen und auch Maßnahmen überschneiden sich, wirken miteinander oder zeigen ähnliche strukturelle Ansätze auf.

Im nächsten Schritt werden die bisher erarbeiteten Maßnahmen der Bürger der Projektgruppe, ein gezielt ausgewähltes, mehrfach tagendes Gremium mit Vertretern aus Wirtschaft, Handel, Vereinen und auch kommunalpolitischen Vertretern, vorgelegt und diskutiert. Ziel ist es dann, ein Umsetzungskonzept für einzelne Maßnahmen zu erarbeiten.

Die rege Teilnahme der Bürger am Strategie-Marktplatz zeige, dass Interesse an der Stadtentwicklung und auch bürgerschaftliches Engagement in Dornstetten vorhanden sei, so die Stadtverwaltung weiter. "Die Bürger wollten an der Entwicklung ›ihrer‹ Stadt mitwirken." Das habe sich auch an der Beteiligungsbereitschaft mehrerer Bürger bei der Umsetzung von konkreten, selbsterarbeiteten Maßnahmen gezeigt.

Im Juni besteht nochmals die Möglichkeit, an der Entwicklungsoffensive mitzuwirken. Beim "Marktplatz" am 8. Juni werden die Ergebnisse der Entwicklungsoffensive nochmals abschließend vorgestellt, bevor die Konzepterstellung im Sommer abgeschlossen werden soll. Dies erfolgt durch Diskussion und Beschluss im Stadtrat.

Nach Abschluss dieses intensiven Prozesses soll dann eine Konzeption mit Einbindung der Bürger entstanden sein, die nachhaltig lebt und als "roter Faden" der Stadtentwicklung die Richtung vorgibt.